Ditangquan (Boden-Faustkampf)
地趟拳Ein nordchinesischer Stil, der absichtlich zu Boden geht und von dort kämpft. Der Fall ist Technik, kein Ende — ein Standkämpfer hat keine Antwort.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Ditangquan (Boden-Faustkampf)
Über Ditangquan (Boden-Faustkampf)
Ditangquan, wörtlich zu Boden fallende Faust, ist ein nordchinesischer Stil, der tut, was die meisten Kampfkünste meiden: Er geht absichtlich zu Boden und kämpft von dort. Der Fall ist weder Fehler noch Ende, sondern Technik. Der Übende lässt sich fallen, rollt ab, schießt aus der Rolle ein Bein heraus, schert mit den Beinen die des Gegners und reißt ihn nieder, und erhebt sich sogleich in eine neue Bewegung. Der ganze Stil beruht darauf, dass die Bewegung mit der Bodenberührung nicht endet — der Weg hinunter und wieder hinauf ist so fließend wie ein Schritt. Daraus folgt auch, warum das sinnvoll ist: Ein Gegner, der den Kampf im Stand geübt hat, hat keine gelernte Antwort auf einen Angriff unterhalb seiner Knie. Der Stil ist körperlich sehr fordernd. Er verlangt hervorragende Fallschule, Rumpfkraft und belastbare Gelenke und wird deshalb in voller Form nur einen verhältnismäßig kurzen Lebensabschnitt geübt. Heute ist Ditangquan vor allem im Wettkampf-Wushu zu sehen, wo es eine eigene Form hat und zu den dankbarsten Zuschauerdisziplinen zählt. Die Angaben zu Gründer und Entstehung im 16. Jahrhundert sind im Katalog Platzhalter, keine belegten Daten.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
