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Wu (Hao) Style Tai Chi

武式太極拳

Familienzweig des taijiquan von Wu Yuxiang und Hao Weizhen aus Yongnian mit kleinem, kompaktem Rahmen. Seit 2008 auf der staatlichen Liste Chinas.

Wichtige Daten

Gründer
HerkunftslandChina
Gründungsjahrum 1850
RegionAsien
HauptfokusGemischt
KontaktstufeLeichter Kontakt
GürtelsystemZertifikate

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung3/5
Konditioneller Nutzen4/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

GraduierungenJa (Zertifikate)
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Wu (Hao) Style Tai Chi

👊 Technik-Datenbank3 Einträge
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📖 Glossar1 Einträge
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👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge
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Über Wu (Hao) Style Tai Chi

Der Wu-(Hao)-Stil ist ein Familienzweig des taijiquan, den laut der staatlichen Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas Wu Yuxiang aus dem Kreis Yongnian in der Provinz Hebei unter den Kaisern Xianfeng und Tongzhi begründete. Wu entstammte einer Beamtenfamilie, lernte 1852 den kleinen Rahmen bei Chen Qingping in Zhaobao, unterrichtete selten und übte vor allem für sich, daher verbreitete sich der Stil kaum. Weitergegeben haben ihn sein Neffe Li Yiyu und sein Schüler Hao Weizhen, nach dem er den Beinamen Hao trägt. Wus Daten weichen je nach Quelle ab. Die Liste beschreibt den Stil als Verbindung von Elementen des Chen-Stils und der großen Bewegungen von Yang Luchan, mit Betonung von Haltung, Wechsel von Öffnen und Schließen und geistgeführtem Atem. Die Bewegungen sind knapp, fest und ruhig, aber nicht beengt. Charakteristisch ist ein kleiner Rahmen mit hohen, kompakten Stellungen, doch laut dem Stilinstitut beginnt man gewöhnlich mit dem mittleren Rahmen. Wu Yuxiang wird ein Manuskript klassischer taijiquan-Texte zugeschrieben, ihre Urheberschaft ist jedoch umstritten. Seit 2008 steht der Wu-(Hao)-Stil auf der staatlichen Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas. Er wird mit dem Wu-Stil von Wu Jianquan verwechselt, der in lateinischer Schrift gleich geschrieben wird, im Chinesischen aber mit einem anderen Zeichen.

Geschichte

Laut der staatlichen Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas entstand der Wu-(Hao)-Stil unter den Kaisern Xianfeng und Tongzhi, Begründer ist Wu Yuxiang aus dem Kreis Yongnian. Er entstammte einer Beamtenfamilie, lebte nicht von der Kampfkunst, unterrichtete selten und übte vor allem für sich, daher verbreitete sich der Stil kaum. 1852 lernte er laut dem staatlichen Portal des immateriellen Kulturerbes Chinas vierzig Tage den kleinen Rahmen bei Chen Qingping in Zhaobao. Seine Daten weichen je nach Quelle ab. Die Website der Linie nennt 1812–1880, das staatliche Portal 1825–1893. Weitergegeben haben den Stil sein Neffe Li Yiyu und sein Schüler Hao Weizhen, der ihn laut Wu Wenhan öffentlich lehrte, daher die Bezeichnung Wu (Hao). Wu Yuxiang wird ein Manuskript klassischer Texte zugeschrieben, das der Legende nach sein Bruder in einem Salzlager fand. Dessen angeblicher Autor Wang Zongyue ist historisch nicht belegt. Historiker Douglas Wile veröffentlichte 1996 eine Übersetzung und Analyse von Manuskripten des 19. Jahrhunderts, darunter Texte der Familien Wu und Li aus Yongnian.

Was es unterscheidet

Der Wu-(Hao)-Stil wird mit dem Wu-Stil von Wu Jianquan verwechselt, der in lateinischer Schrift gleich geschrieben wird, im Chinesischen aber mit einem anderen Zeichen (武 gegenüber 吴), und von Quan You ausgeht, einem Schüler von Yang Banhou. Die staatliche Liste führt sie getrennt auf. Im Vergleich zum Yang-Stil, der ausladend ist und 108 Formen hat, wirkt Wu (Hao) laut der Liste kompakt und bescheiden. Anders als der Chen-Stil, von dem die anderen Stile ausgehen, verbindet er Elemente von Chen und Yang. Aus dem Wu-(Hao)-Stil geht über Hao Weizhen der Sun-Stil hervor, den Sun Lutang 1918 mit xingyiquan und baguazhang verband.

Technik

Die staatliche Liste beschreibt den Wu-(Hao)-Stil als Verbindung alter und neuer Chen-Formen sowie der großen Bewegungen von Yang Luchan mit den kleinen Bewegungen des Chen-Stils. Betont werden Haltung, der Wechsel von Öffnen und Schließen und von voll und leer, Atem und Energie führt der Geist, die Bewegungen sind knapp, fest und ruhig, aber nicht beengt. Zu den Hauptprinzipien zählen Einziehen der Brust, Aufrichten des Rückens, Anheben des Scheitels, Senken der Ellbogen und mittige Lage der Wirbelsäule. Das Aussehen des Stils vergleicht die Liste mit einem alten dürren Pflaumenzweig. Charakteristisch ist laut dem Stilinstitut in Yongnian ein kleiner Rahmen mit relativ hohen, kompakten Stellungen. Laut der Linie sollen die Handflächen die Körpervorderseite schützen und nicht über die Füße hinausreichen.

Training

Laut dem Stilinstitut in Yongnian beginnt man gewöhnlich mit dem mittleren Rahmen, der kleine gilt als fortgeschritten. Die Formen beruhen laut der staatlichen Liste auf dem Grundsatz, dass Hin und Zurück ein Zusammenlegen erfordert, Vorrücken und Zurückweichen Übergänge. Die Linie nennt vorbereitende Übungen des Schiebens der Hände mit Schritten, die Übung mit dreieinhalb Schritten, 32 schnelle Schläge, freies tuishou und Wu Yuxiangs Grundsatz, den Geist statt der Muskeln zu nutzen. Laut den Veranstaltern eines Symposiums passen hohe Stellungen zu Menschen, denen niedrige die Knie belasten.

Graduierungen und Fortschritt

Eine eigene Stufenordnung des Wu-(Hao)-Stils haben wir nicht gefunden. Das landesweite duanwei-System, 1998 von der Generalverwaltung für Sport der VR China eingeführt, hat laut einem Fachartikel neun duan in drei Stufen. Die Prüfungen für den 1. bis 3. duan führen Grundorganisationen des Wushu durch, für den 4. bis 6. Provinzverbände und für den 7. bis 9. das Verwaltungszentrum für Wushu. Zur Aufnahme genügt eine Faustform, für den 6. duan sind drei nötig. Die Website der Linie nennt erste Formen mit 8, 13, 24, 32 und 36 Schritten und eine lange mit 108 Schritten.

Heute

Der Wu-(Hao)-Stil steht seit 2008 auf der staatlichen Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas als erweiternde Position des taijiquan für den Kreis Yongnian in der Provinz Hebei. Träger ist Zhai Weichuan, Präsident des Stilinstituts mit Sitz in Guangfu, und den Schutz gewährleistet das Kulturzentrum des Kreises Yongnian. Die Liste führt an, dass sich der Stil wenig verbreitete und Schutz braucht. Das taijiquan als Ganzes hat die UNESCO 2020 eingetragen. In Guangfu gibt es laut einer ethnografischen Untersuchung der Universität Genf etwa 25 taijiquan-Schulen beider örtlichen Linien, Yang und Wu (Hao).

Wissenswertes

Guangfu im Kreis Yongnian ist der Geburtsort von Yang Luchan und Wu Yuxiang, örtlich Taiji Township genannt, und das Haus der Familie Wu ist heute ein Museum. Auch der Wang-Qihe-Stil geht aus dem Wu-(Hao)-Stil und dem Yang-Stil hervor, sein Begründer lernte bei Hao Weizhen und Yang Chengfu. Laut dem Historiker Douglas Wile kann der Name Wang Zongyue ein verhüllter Verweis auf den General Yue Fei sein, doch das ist eine Hypothese. Laut der Linie verglich Wu Yuxiang das Bündeln der Kraft mit dem Spannen eines Bogens und ihr Lösen mit einem Pfeil.

Häufige Fragen

Ist der Wu-(Hao)-Stil dasselbe wie der Stil von Wu Jianquan?

Nein. Wu (Hao) begründete Wu Yuxiang aus Yongnian, der Stil von Wu Jianquan geht auf Quan You zurück, einen Schüler von Yang Banhou. Lateinisch gleich geschrieben, chinesisch mit anderem Zeichen.

Ist Wu (Hao) ein anerkannter Stil des taijiquan?

Ja. Die staatliche Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas nahm ihn 2008 auf, mit Begründer Wu Yuxiang aus Yongnian.

Ist Wu (Hao) für Anfänger geeignet?

Laut dem Stilinstitut in Yongnian beginnt man gewöhnlich mit dem mittleren Rahmen, der kleine Rahmen gilt als fortgeschritten.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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