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Sosuishi-ryu Jujutsu

双水執流柔術

Jujutsu-Schule aus Fukuoka, die von der Familie Shitama weitergegeben wird. Sie besteht aus dem Grappling kumiuchi und der Technik koshi no mawari und hieß ursprünglich Futagami-ryu.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeLeichter Kontakt
GürtelsystemZertifikate

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringNur Partnerübungen
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung2/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung3/5
Konditioneller Nutzen3/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

GraduierungenJa (Zertifikate)
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeAm Rande
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenAm Rande

Kataloge & Datenbanken für Sosuishi-ryu Jujutsu

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Über Sosuishi-ryu Jujutsu

Sosuishi-ryu ist eine japanische Jujutsu-Schule, die mit Fukuoka verbunden ist. Laut Yamamoto Yoshiyasu (1982) gründete sie Futagami Hannosuke, ein Angehöriger der Domäne Bungo-Taketa. Er lernte beim Gründer der Takenouchi-ryu und schuf nach Abschluss der Ausbildung eine eigene Schule unter dem Namen Futagami-ryu. Nach einem Aufenthalt im Yoshino-Gebirge fügte er dem Grappling eine Schwerttechnik hinzu und benannte die Schule um. Die Quellen lesen ihren Namen unterschiedlich: Nihon Kobudo Shinkokai schreibt Sosuishi-ryu, Nipponica und koryu.com Sosuishitsu-ryu.

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Das Gründungsjahr konnten wir nicht belegen. Koryu.com nennt die frühe Edo-Zeit, um das Jahr 1650, und Yamamoto mit Nipponica erwähnen das Jahr 1652, in dem der Gründer in den Dienst der Domäne Kuroda eingeladen wurde. Laut der Stadt Fukuoka verhalf ihm dazu die Familie Shitama, und Nipponica ergänzt, dass sich die Linie der Schule ab dem dritten Träger um diese Familie konzentrierte. Die Schule besteht aus zwei Teilen. Kumiuchi bezeichnet die Stadt Fukuoka als sogenanntes jujutsu und koshi no mawari als sogenanntes iai und battojutsu. Yamamoto weist dabei darauf hin, dass für die Schule das Element einer umfassenden Kampfkunst bezeichnender ist als reines Grappling. Heute wird die Schule laut der Stadt Fukuoka vom sechzehnten Träger Shitama Manzo weitergegeben. Die Stadt schützt sie als immaterielles Kulturgut. Nihon Kobudo Shinkokai führt unter den Mitgliedsschulen eine Sosuishi-ryu mit einem Vertreter in Saitama, also eine Schule der Kanto-Region, deren Verhältnis zur Fukuoka-Linie wir nicht überprüft haben.

Geschichte

Laut Yamamoto Yoshiyasu (1982) gehörte der Gründer Futagami Hannosuke zur Domäne Bungo-Taketa. Er lernte beim Gründer der Takenouchi-ryu und schuf nach Abschluss der Ausbildung eine eigene Schule, die er Futagami-ryu nannte. Danach verbrachte er siebenunddreißig Tage in einem tiefen Tal im Yoshino-Gebirge, fügte dem bisherigen Grappling eine Schwerttechnik hinzu und benannte die Schule um. Nipponica ergänzt, dass ihm die Erleuchtung beim Beobachten des Flusses Yoshino kam, und schreibt den Familiennamen des Gründers mit einem anderen Zeichen als Yamamoto und die Stadt Fukuoka.

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Im Jahr 1652 gelangte der Gründer laut Yamamoto nach Chikuzen, wo man ihn als Lehrer für taijutsu in den Dienst der Domäne Kuroda einlud. Die Stadt Fukuoka gibt an, dass dies durch Vermittlung der Familie Shitama geschah. Das Gründungsjahr der Schule haben wir in den Quellen nicht gefunden: Yamamoto und Nipponica erwähnen nur das Jahr 1652 als Jahr des Dienstantritts, und koryu.com nennt um das Jahr 1650. Der zweite Träger der Linie erhielt laut der Stadt Fukuoka im Jahr 1666 eine Lizenz. Der zehnte Träger erweiterte die Schule laut Yamamoto und führte Methoden anderer Schulen ein. Der zwölfte Träger nahm 1877 am Seinan-Krieg teil und fiel laut Yamamoto im Alter von vierunddreißig Jahren. Der vierzehnte Träger stammte aus einer Kaufmannsfamilie in Hakata. Yamamoto schreibt über ihn, dass er zur Zeit der Ausbreitung des Kodokan-Judo bis zuletzt den Geist der alten Schule bewahrte, und laut der Stadt Fukuoka war er Inhaber des Titels hanshi im Judo vom Dai Nippon Butokukai.

Was es unterscheidet

Laut Yamamoto stützte sich die Entstehung der Sosuishi-ryu stark auf den Einfluss der Takenouchi-ryu, und ihr koshi no mawari wurde zur Grundlage weiterer Kampfkünste. Yamamoto gibt außerdem an, dass andere Schulen ihre Techniken nach einem Prinzip benennen, die Sosuishi-ryu jedoch bei Namen nach der Gestalt der Technik bleibt, also kumiuchi und koshi no mawari, und alle ihre Techniken auf dem Grundsatz ju beruhen. Die japanische Wikipedia schreibt dazu, dass in der Takenouchi-ryu das koshi no mawari eine Grappling-Technik mit kurzer Klinge von 1,2 shaku Länge ist, während die heutige Sosuishi-ryu so das iai bezeichnet.

Technik

Laut der Stadt Fukuoka bewahrt die Schule über fünfhundert Techniken in zwei Teilen. Kumiuchi bezeichnet die Stadt als sogenanntes jujutsu und zählt darin achtundvierzig Formen, koshi no mawari als sogenanntes iai und battojutsu mit vierundzwanzig Formen. Die Formen des kumiuchi teilt sie in fünf Gruppen, die die englische Wikipedia nach der Website der Schule als Idori, Tai-toshu, Yotsu-gumi, Tai-kodachi und Sonota nennt und als Techniken im Sitzen, ohne Waffe, in Rüstung, gegen das Kurzschwert und sonstige erklärt. Die Einordnung des koshi no mawari unterscheidet sich in den Quellen. Yamamoto beschreibt es als Grappling-Technik mit dem Kurzschwert wakizashi von 1,2 shaku Länge und schreibt, dass daraus verschiedene Kampfkünste hervorgingen. Laut Yamamoto gehören zur Schule neben dem Grappling auch kenjutsu, iai, Speer, Stock, shuriken und Reiten, und sie hat deshalb stark den Charakter einer umfassenden Kampfkunst.

Training

Laut Yamamoto (1982) beginnt der Unterricht mit den Grundlagen des kumiuchi und setzt sich nach Beherrschung der Grundformen je nach Fortschritt des Schülers mit weiteren Techniken fort. Das Training bezeichnet er als streng und gibt an, dass eine der jährlichen Veranstaltungen im Dojo der Schule eine einmonatige Veranstaltung ist, die an einem Feiertag um das alte Neujahr beginnt. Die japanische Wikipedia beschreibt sie als tausend Übungskämpfe randori, die ein Prüfer in etwa acht Stunden bewältigt, und schreibt die Erfindung dem zwölften Träger zu.

Graduierungen und Fortschritt

Laut Yamamoto (1982) hat der Fortschritt in der Schule sechs Stufen, deren letzte die Lizenz ist. Der vierzehnte Träger übergab dem fünfzehnten die Lizenz für Grappling, die die Philosophie der Schule beschreibt und sich auf Laozi beruft.

Heute

Laut Yamamoto (1982) werden Technik und Familienlinie korrekt weitergegeben, und die Schule ist in Fukuoka und Tokio verbreitet. Die Stadt Fukuoka schützt sie als immaterielles Kulturgut der Kategorie Kampfkunst und nennt als Jahr der Bestimmung 2004. Die japanische Wikipedia nennt 2005 für die Anerkennung von Shitama Manzo als Inhaber der Schule. Der sechzehnte Träger Shitama Manzo unterrichtet sie laut der Stadt. Nihon Kobudo Shinkokai führt unter den Mitgliedsschulen eine Sosuishi-ryu mit einem Vertreter in der Präfektur Saitama, also eine Schule der Kanto-Region, deren Verhältnis zur Fukuoka-Linie wir nicht überprüft haben. In der Mitgliederliste des Nihon Kobudo Kyokai haben wir sie nicht gefunden.

Wissenswertes

Die Stadt Fukuoka gibt an, dass es in der Domäne Fukuoka neben der Sosuishi-ryu weitere Jujutsu-Schulen gab und die meisten davon heute verloren sind. Sie nennt darunter zum Beispiel die Kyushin-ryu.

Häufige Fragen

Wie hieß die Sosuishi-ryu ursprünglich?

Laut Yamamoto (1982) hieß sie ursprünglich Futagami-ryu. Nach einem Aufenthalt im Yoshino-Gebirge und dem Hinzufügen einer Schwerttechnik benannte der Gründer sie um.

Woraus besteht die Sosuishi-ryu?

Laut der Stadt Fukuoka bewahrt sie über fünfhundert Techniken in zwei Teilen. Kumiuchi, sogenanntes jujutsu, zählt achtundvierzig Formen und koshi no mawari, sogenanntes iai und battojutsu, vierundzwanzig Formen.

Gibt es die Sosuishi-ryu heute noch?

Ja. Laut der Stadt Fukuoka wird sie heute vom sechzehnten Träger Shitama Manzo weitergegeben, und die Stadt schützt sie als immaterielles Kulturgut.

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