Wushu Taolu (Wettkampfformen)
武術套路Die Formenhälfte des modernen Wettkampf-Wushu. Es wird nicht gekämpft: Bewertet werden Ausführung, Sprungschwierigkeit und Landegenauigkeit.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Wushu Taolu (Wettkampfformen)
Wushu Taolu ist die Formenhälfte des modernen Wushu, also jener Teil, in dem nicht gekämpft wird. Es hat keinen Gründer: Die Formen wurden nach 1949 von staatlichen Kommissionen der Volksrepublik China standardisiert, die aus den traditionellen Stilen Bewegungen auswählten und zu einheitlichen Wettkampfprogrammen zusammenstellten. Die Internationale Wushu-Föderation (IWUF) entstand 1990 bei den Asienspielen in Peking, und die erste Weltmeisterschaft fand dort schon im Jahr darauf statt. Gewertet wird in zwei Gruppen. Die nördliche geht vom Changquan, der langen Faust, aus und beruht auf Reichweite, Sprüngen und Schnelligkeit; das südliche Nanquan arbeitet aus festeren Ständen, mit kürzeren Bahnen und mit Stimmbegleitung. Daneben steht Taijiquan mit seinem langsamen Tempo. Waffen haben eigene Disziplinen: Daoshu (Säbel), Jianshu (Schwert), Gunshu (Stock) und Qiangshu (Speer), zu denen 1999 Nandao, Nangun und Taijijian kamen. Die Wertung unterscheidet sich vom traditionellen Üben in dem, was sie misst. Bewertet werden Bewegungsausführung, Gesamteindruck und getrennt davon die sogenannten Nandu, die Schwierigkeitselemente – Sprünge mit Drehungen um 360, 540 oder 720 Grad, wobei auch die Standfestigkeit der Landung beurteilt wird. Eben diese Zusammensetzung macht Wushu Taolu umstritten. Kritiker sehen darin von einer Kampfkunst abgeleitete Gymnastik, Befürworter eine Disziplin, die den technischen Wortschatz der Stile bewahrt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
