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Kalaripayattu

കളരിപ്പയറ്റ്

Die Kunst des indischen Kerala, die Akrobatik, Waffenarbeit und die Lehre von den Vitalpunkten mit Ayurveda verbindet. 1804 von den Briten verboten, überlebte sie verborgen.

Wichtige Daten

HerkunftslandIndien
RegionAsien
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitMittelalter

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung2/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeBedeutend
TritteZentral
WürfeBedeutend
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Kalaripayattu

📜 Traditionelle Katas6 Einträge · über 5 Stile hinweg
⚔️ Traditionelle Waffen2 Einträge · über 5 Stile hinweg
👊 Technik-Datenbank36 Einträge · über 5 Stile hinweg
📖 Glossar2 Einträge · über 5 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister6 Einträge · über 5 Stile hinweg
📜 Quellen und Handschriften1 Einträge · über 5 Stile hinweg

Über Kalaripayattu

Kalaripayattu ist die Kampfkunst des indischen Bundesstaates Kerala und gilt oft als eine der ältesten erhaltenen der Welt. Schriftliche Spuren reichen in die Zeit der klassischen tamilischen Literatur zurück, und sie gehörte zur Ausbildung der Krieger der Nair-Kaste. Unter britischer Kolonialherrschaft wurde sie 1804 verboten und überlebte im Verborgenen; wiederbelebt wurde sie erst in den 1920er Jahren. Der Name verbindet Kalari (Übungsplatz) und Payattu (Übung). Der Platz ist in den Boden eingelassen, nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und folgt einer eigenen rituellen Ordnung — keine Turnhalle, sondern ein Raum mit Regeln. Die Ausbildung hat eine feste Reihenfolge in vier Stufen. Meithari sind Körperübungen und Abläufe für Beweglichkeit und Gleichgewicht, samt hohen Tritten und Sprüngen. Kolthari ist die Arbeit mit Holzwaffen — Otta-Stock, langer Kettukari-Stab. Angathari ergänzt Metallwaffen: Dolch, Schwert mit Schild und das biegsame Urumi-Schwert, das als schwierigstes gilt. Verumkai ist die abschließende waffenlose Stufe. Besonderer Bestandteil ist Marmam, die Lehre von den vitalen Punkten, verbunden mit ayurvedischer Medizin; Meister behandeln traditionell auch Verletzungen. Kalaripayattu kennt keinen Wettkampf und wird in direkter Linie vom Lehrer zum Schüler weitergegeben. Der Einfluss auf Schauspiel und Tanz (Kathakali) ist belegt und einer der Gründe, warum die Kunst sich hielt.

Stile & Zweige

Nördliches Kalaripayattu

Der nördliche Kreis des Kalaripayattu. Geübt wird in einer unter Bodenniveau abgesenkten Kalari, mit Ayurveda; Waffen kommen vor dem waffenlosen Kampf.

Kuttu Varisaiகுத்துவரிசை

Unbewaffnete Komponente des südindischen Silambam.

Zentrales Kalaripayattu

Zentraler geografischer Zweig des indischen Kalaripayattu.

Silambam Nillaikalakki

Berühmtester traditioneller Zweig der indischen Stockfechtkunst Silambam.

Südliches Kalaripayattu

Der südliche Stil des Kalaripayattu aus Kerala. Er übt im Freien, stützt sich auf die Siddha-Medizin und betont den waffenlosen Kampf.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

BandoBandeshNiyuddha (Sanskritbegriff für den Nahkampf)Lathi KhelaThang-TaThoda (Indisches Kampfbogenschießen)