Kalaripayattu
കളരിപ്പയറ്റ്Die Kunst des indischen Kerala, die Akrobatik, Waffenarbeit und die Lehre von den Vitalpunkten mit Ayurveda verbindet. 1804 von den Briten verboten, überlebte sie verborgen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kalaripayattu
Über Kalaripayattu
Kalaripayattu ist die Kampfkunst des indischen Bundesstaates Kerala und gilt oft als eine der ältesten erhaltenen der Welt. Schriftliche Spuren reichen in die Zeit der klassischen tamilischen Literatur zurück, und sie gehörte zur Ausbildung der Krieger der Nair-Kaste. Unter britischer Kolonialherrschaft wurde sie 1804 verboten und überlebte im Verborgenen; wiederbelebt wurde sie erst in den 1920er Jahren. Der Name verbindet Kalari (Übungsplatz) und Payattu (Übung). Der Platz ist in den Boden eingelassen, nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und folgt einer eigenen rituellen Ordnung — keine Turnhalle, sondern ein Raum mit Regeln. Die Ausbildung hat eine feste Reihenfolge in vier Stufen. Meithari sind Körperübungen und Abläufe für Beweglichkeit und Gleichgewicht, samt hohen Tritten und Sprüngen. Kolthari ist die Arbeit mit Holzwaffen — Otta-Stock, langer Kettukari-Stab. Angathari ergänzt Metallwaffen: Dolch, Schwert mit Schild und das biegsame Urumi-Schwert, das als schwierigstes gilt. Verumkai ist die abschließende waffenlose Stufe. Besonderer Bestandteil ist Marmam, die Lehre von den vitalen Punkten, verbunden mit ayurvedischer Medizin; Meister behandeln traditionell auch Verletzungen. Kalaripayattu kennt keinen Wettkampf und wird in direkter Linie vom Lehrer zum Schüler weitergegeben. Der Einfluss auf Schauspiel und Tanz (Kathakali) ist belegt und einer der Gründe, warum die Kunst sich hielt.
Stile & Zweige
Der nördliche Kreis des Kalaripayattu. Geübt wird in einer unter Bodenniveau abgesenkten Kalari, mit Ayurveda; Waffen kommen vor dem waffenlosen Kampf.
Unbewaffnete Komponente des südindischen Silambam.
Zentraler geografischer Zweig des indischen Kalaripayattu.
Berühmtester traditioneller Zweig der indischen Stockfechtkunst Silambam.
Der südliche Stil des Kalaripayattu aus Kerala. Er übt im Freien, stützt sich auf die Siddha-Medizin und betont den waffenlosen Kampf.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
