Niyuddha (Sanskritbegriff für den Nahkampf)
नियुद्धEin allgemeiner Sanskritbegriff für den Nahkampf, keine Schule und kein Stil. Er verweist auf die belegte Ringtradition Malla-yuddha und auf Musti-yuddha.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Niyuddha (Sanskritbegriff für den Nahkampf)
Niyuddha ist weder eine Schule noch ein Stil, sondern ein Sanskritbegriff. Wörterbücher geben ihn als Nahkampf, Kampf zu Fuß, persönliches Ringen, auch als Ringkampf oder Faustkampf wieder — ein allgemeines Wort für den Zusammenstoß Mann gegen Mann ohne Abstand, nicht der Name einer Tradition mit eigener Lehrerlinie. Deshalb verweist der enzyklopädische Eintrag „niyuddha-krida" auf Malla-yuddha, die belegte indische Ringtradition. Das Wort begegnet quer durch die klassische Literatur. Mahabharata und Harivamsha verwenden es, ebenso aber Texte, die mit Krieg nichts zu tun haben: die ayurvedische Ashtanga Hridaya Samhita führt es unter den Leibesübungen auf, die astrologische Brihat Samhita in Vorhersagen über den Erfolg im Kampf. Genau diese Streuung ist der Kern der Sache — es handelt sich um ein gewöhnliches Wort der Sprache für das, was man heute Nahkampf nennen würde. Konkrete Gestalt hat erst das, worauf der Begriff verweist. Malla-yuddha, die bezeugte Ringtradition, teilt den Kampf in vier Arten: hanumanti entscheidet durch technische Überlegenheit, jambuvanti durch Hebel und Haltegriffe, jarasandhi durch das Brechen von Gliedern und Gelenken, bhimaseni durch bloße Kraft. Ihre Praxis beschreiben das Malla Purana aus dem 13. Jahrhundert und das ältere Manasollasa (1124–1138) des Chalukya-Königs Someshvara III. im Kapitel Malla Vinoda. Für den Leser folgt daraus ein einfacher Hinweis: Wer eine indische Nahkampfkunst sucht, sucht Malla-yuddha oder Musti-yuddha.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
