Lathi Khela
লাঠি খেলাBengalischer Kampf mit dem Bambusstab. Seine Träger waren keine Sportler, sondern Wachen der Großgrundbesitzer, und verloren mit dem Zamindari-System ihre Stellung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Lathi Khela
Über Lathi Khela
Lathi Khela ist der bengalische Stockkampf, zu Hause im heutigen Bangladesch und im indischen Westbengalen. Die Waffe ist der Lathi, ein Bambusstab von etwa zwei bis zweieinhalb Metern, an den Enden bisweilen mit Metall beschlagen; den Übenden nennt man Lathial. Die Technik beruht auf weit ausholenden Kreisschlägen über die ganze Stablänge, auf schnellem Wechseln von Hand zu Hand und auf der Deckung von Kopf und Schienbeinen, den im Stockkampf am häufigsten getroffenen Stellen. Neben dem langen Stab kommen auch kürzere Formen vor. Die Geschichte ist hier interessanter als die Technik. Die Lathials waren keine Sportler, sondern Angestellte: Die bengalischen Großgrundbesitzer, Zamindare genannt, hielten sie als Wachen, Eintreiber und im Streitfall als Kraft, die einen Anspruch durchsetzte. Die Kunst hatte damit einen festen sozialen Ort und ernährte ihre Träger. Das endete mit der Abschaffung des Zamindari-Systems nach 1950. Heute überlebt Lathi Khela vor allem als festliche Vorführung bei Hochzeiten und bengalischen Festen, vor allem zum Neujahrsfest Pohela Boishakh.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
