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Silambam

சிலம்பம்

Die tamilische Kunst des Kampfes mit dem Bambusstab. Belegte Erwähnungen reichen in die Sangam-Literatur; der Stab reicht etwa bis zur Stirn.

Wichtige Daten

HerkunftslandIndien
RegionAsien
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem5 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieVolkstümlich
EntstehungszeitAntike

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung2/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeBedeutend
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenZentral

Über Silambam

Silambam ist die tamilische Kunst des Kampfes mit dem Bambusstab, beheimatet in Südindien. Sie hat keinen Gründer und kein nachprüfbares Entstehungsjahr; Angaben wie „tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung“ stützen sich auf keine Quelle. Belegte Erwähnungen reichen in die Sangam-Literatur, also mindestens ins 4. Jahrhundert v. Chr. Der Name leitet sich von silam, Hügel, und von silambambu ab, einem Bambus aus den Kurinji-Hügeln Keralas; die Kunst begann vermutlich als praktische Abwehr gegen Tiere im Bergland und entwickelte sich erst danach zum Kampfsystem. Die Hauptwaffe ist ein Bambusstab von etwa einem Meter siebzig, der dem Übenden aufrecht gestellt bis zur Stirn reicht. Der Stab wird gewässert und geklopft, um ihn zu härten, und manchmal mit Metallringen versehen; je nach Lage kommen auch andere Längen zum Einsatz. Der Lehrplan geht jedoch weit über den Stab hinaus: Krummschwert, Machete, stechende Hornwaffen, Peitsche, biegsames Schwert, Faustdolch, Kettenstab mit Gewicht und Stachelschlagring gehören dazu. Waffenlos schließt sich Kuttu Varisai mit seinen Tierformen an. Die britische Verwaltung verbot Silambam zugunsten der Ausbildung an Feuerwaffen, was zum Niedergang führte; die Wiederbelebung kam erst nach der Unabhängigkeit. Hauptdachverband ist heute die World Silambam Association, die 2022 einen Sonderstatus bei den Vereinten Nationen erhielt.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Lathi KhelaThang-TaThoda (Indisches Kampfbogenschießen)Nördliches KalaripayattuSilambam NillaikalakkiNiyuddha (Sanskritbegriff für den Nahkampf)