Silambam
சிலம்பம்Die tamilische Kunst des Kampfes mit dem Bambusstab. Belegte Erwähnungen reichen in die Sangam-Literatur; der Stab reicht etwa bis zur Stirn.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Silambam
Silambam ist die tamilische Kunst des Kampfes mit dem Bambusstab, beheimatet in Südindien. Sie hat keinen Gründer und kein nachprüfbares Entstehungsjahr; Angaben wie „tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung“ stützen sich auf keine Quelle. Belegte Erwähnungen reichen in die Sangam-Literatur, also mindestens ins 4. Jahrhundert v. Chr. Der Name leitet sich von silam, Hügel, und von silambambu ab, einem Bambus aus den Kurinji-Hügeln Keralas; die Kunst begann vermutlich als praktische Abwehr gegen Tiere im Bergland und entwickelte sich erst danach zum Kampfsystem. Die Hauptwaffe ist ein Bambusstab von etwa einem Meter siebzig, der dem Übenden aufrecht gestellt bis zur Stirn reicht. Der Stab wird gewässert und geklopft, um ihn zu härten, und manchmal mit Metallringen versehen; je nach Lage kommen auch andere Längen zum Einsatz. Der Lehrplan geht jedoch weit über den Stab hinaus: Krummschwert, Machete, stechende Hornwaffen, Peitsche, biegsames Schwert, Faustdolch, Kettenstab mit Gewicht und Stachelschlagring gehören dazu. Waffenlos schließt sich Kuttu Varisai mit seinen Tierformen an. Die britische Verwaltung verbot Silambam zugunsten der Ausbildung an Feuerwaffen, was zum Niedergang führte; die Wiederbelebung kam erst nach der Unabhängigkeit. Hauptdachverband ist heute die World Silambam Association, die 2022 einen Sonderstatus bei den Vereinten Nationen erhielt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
