Bando
Das burmesische System des waffenlosen Kampfes, das mit Zurückweichen beginnt und erst antwortet, wenn der Angriff ausläuft. Gegliedert nach etwa zwölf Tieren.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Bando
Bando ist das burmesische System des waffenlosen Kampfes, und sein Name dient zugleich als Sammelbegriff für burmesische Kampfkünste überhaupt. Grundsatz ist, dass man nicht beginnt — der Übende weicht zuerst und nimmt den Angriff an, erst dann geht er in den Gegenangriff. Das ist keine moralische Haltung, sondern Taktik: Der Angreifer ist in dem Augenblick offen, in dem seine Bewegung ausläuft, und genau dort wird geantwortet. Das System gliedert sich nach Tieren, von denen etwa zwölf genannt werden — Eber, Stier, Kobra, Python, Panther, Tiger, Adler, Viper, Skorpion, Hirsch und Affe. Es geht nicht um Nachahmung; jedes Tier bezeichnet eine Kampfweise, also Distanz, Schlagart und Verhalten unter Druck. Der Eber drückt geradeaus, die Kobra greift aus der Nähe die obere Ebene an, der Hirsch weicht zur Seite aus. Der Übende lernt allmählich, je nach Gegner zwischen ihnen zu wechseln. Bando gehört zur selben Familie wie Lethwei und Banshay. Zum Bando gehören zwei weitere Teile derselben Überlieferung: Banshay umfasst die Waffen, also Schwert, Stab und Speer, und Naban ist das burmesische Ringen. In Burma werden alle drei meist zusammen als ein Ganzes geübt; erst im Westen trennten sie sich.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
