Wu Style Tai Chi
吳式太極拳Der zweithäufigste Familienstil des Tai Chi, erkennbar an leicht geneigtem Oberkörper, kleinem kompaktem Rahmen und Betonung des Tuishou.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Wu Style Tai Chi
Über Wu Style Tai Chi
Der Wu-Stil des Taijiquan ist nach dem Yang-Stil der zweitverbreitetste Familienzweig des Tai Chi. Sein Anfang ist mit Wu Quanyou verbunden, einem Offizier der mandschurischen Bannertruppen in Peking, der bei Yang Luchan und danach bei dessen Sohn Yang Banhou lernte. In die heutige Gestalt gebracht und benannt wurde der Stil erst von dessen Sohn Wu Jianquan, der ab 1914 in Peking öffentlich unterrichtete, 1928 nach Shanghai übersiedelte und dort 1935 die Jianquan-Taijiquan-Vereinigung gründete, die bis heute besteht. Kennzeichen des Stils ist der leicht geneigte Oberkörper. Der Grundsatz xie zhong yu zheng, schräg und dennoch aufrecht, bedeutet, dass die Wirbelsäule mit dem Standbein eine Linie bildet, auch wenn sie nicht senkrecht steht. Der Rahmen ist klein und kompakt, die Bewegungen sind feiner als im Yang-Stil, die Füße stehen eher parallel und das Gewicht wandert fließend ohne weite Ausfälle. Das System betont in besonderem Maß die schiebenden Hände, also die Partnerübung, und das Neutralisieren: Statt die Kraft des Gegners anzuhalten, führt man sie an der Achse vorbei weiter. Zum Lehrstoff gehören eine langsame Form von etwa einhundertacht Stellungen, eine schnelle Form, die Arbeit mit dem Jian-Schwert, dem Dao-Säbel und dem Speer sowie ein umfangreiches Tuishou-Programm. Der Stil ist vom sogenannten Wu-(Hao-)Stil zu unterscheiden, der gleich umschrieben, aber mit einem anderen Schriftzeichen geschrieben wird und von der Familie Wu Yuxiang abstammt. Ein öffentlich bekannter Moment der neueren Schulgeschichte ist der Kampf Wu Gongyis gegen einen Weißkranich-Boxer 1954 in Macau.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
