Tanglangquan
螳螂拳Ein nordchinesischer Stil aus Shandong, der die Jagd der Gottesanbeterin nachahmt. Kennzeichen ist die Hakenhand; die südliche Mantis ist eine andere Linie.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Tanglangquan
Über Tanglangquan
Tanglangquan, die nördliche Gottesanbeterin-Faust, entstand in der Provinz Shandong und wird von der Überlieferung Meister Wang Lang im 17. Jahrhundert zugeschrieben. Der Erzählung nach ersann er sie, nachdem er eine Gottesanbeterin im Kampf mit einer Zikade beobachtet hatte — historisch unbelegt, doch der Stil kopiert tatsächlich die Art, wie das Insekt Beute greift. Erkennungszeichen ist der Haken. Die Hand knickt im Gelenk ab und die Finger schließen sich, sodass ein Griff entsteht, der den gegnerischen Arm nicht in der Faust packt, sondern wegreißt und zur Seite führt. Es wird nicht geblockt: Das ankommende Glied wird geklebt und abgeführt, während die andere Hand bereits angreift. Die andere Hälfte des Stils ist die Beinarbeit. Shandonger Affenschritte liefern tiefe, schnelle Verlagerungen und häufige Linienwechsel, sodass sich die Gottesanbeterin ganz anders bewegt, als die Schlagtechnik des Oberkörpers vermuten ließe. Die nördlichen Hauptzweige sind Siebenstern, Pflaumenblüte, Sechs Harmonien, Taiji-Mantis und Geheimes Tor. Sie unterscheiden sich im Verhältnis von Härte und Weichheit und in der Distanz. Wichtig ist, sie nicht mit der südlichen Gottesanbeterin, also Chow Gar und Chu Gar, zu verwechseln. Das ist eine eigenständige Hakka-Linie aus Südchina, die den Namen teilt, aber weder Ursprung noch Technik.
Stile & Zweige
Der weichste unter den Gottesanbeterin-Stilen. Anders als die harten Zweige Sieben Sterne und Pflaumenblüte setzt er auf innere Arbeit und eigene Formen.
Verbindung von Bajiquan und Gottesanbeterin-Stil, geschaffen vom taiwanischen Meister Su Yu-chang. Heute eher in Europa und Amerika verbreitet als in China.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
