Iron Palm Kung Fu
鐵掌功Eine Methode zur Abhärtung der Handfläche, keine eigene Kampfkunst. Ziel ist nicht die harte Hand, sondern Kraftübertragung durch das Ziel.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Iron Palm Kung Fu
Über Iron Palm Kung Fu
Tie Zhang Gong, die eiserne Handfläche, ist keine Kampfkunst mit eigener Lehre und eigenen Formen, sondern eine Methode zur Abhärtung der Handfläche, die südliche wie nördliche chinesische Stile kennen. Es handelt sich um ein langfristiges Verfahren, nicht um eine Technik. Der Übende schlägt wiederholt in einen Sack, dessen Füllung sich über Monate ändert: Sie beginnt bei Mungbohnen, geht über Kies oder Sand und verwendet in der letzten Stufe Eisengranulat. Geschlagen wird mit allen Teilen der Hand, also mit der Handfläche, dem Handrücken, der Kleinfingerkante und den Fingerspitzen, und nach jeder Übung wird die Hand mit der Kräutertinktur Dit Da Jow behandelt, die Schwellung und Schäden an den kleinen Gefäßen begrenzen soll. Der Zweck wird oft falsch beschrieben. Es geht nicht darum, dass die Handfläche hart wird oder Schwielen bildet; Ziel ist, die Kraft durch das Ziel hindurch zu übertragen, also so zu treffen, dass der Stoß nicht an der Oberfläche stehen bleibt. Abgehärtetes Gewebe ist ein Nebenprodukt, nicht der Sinn der Übung. Der bekannteste Vertreter der eisernen Handfläche war Gu Ruzhang, im Westen als Ku Yu Cheong bekannt, der von 1894 bis 1952 lebte und auch als Verbreiter des Nördlichen Shaolin berühmt war. Gerade seine Ziegelbrech-Vorführungen machten die Methode zur Legende. Zwei Dinge gehören klar gesagt. Die Gesundheitsbehauptungen rund um die eiserne Handfläche sind nicht belegt, und falsch oder zu schnell geführtes Training schädigt die Hand tatsächlich. Das Verfahren gehört deshalb unter die Aufsicht eines erfahrenen Lehrers.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
