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Nanquan (Südliche Faust)

南拳

Sammelbezeichnung der südchinesischen Stile; tiefe Stellungen, kurze Distanz und Stimmausstoß, heute auch Wushu-Disziplin.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandChina
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem6 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemZertifikate
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Nanquan (Südliche Faust)

📜 Traditionelle Katas3 Einträge
👊 Technik-Datenbank6 Einträge
📖 Glossar3 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Nanquan (Südliche Faust)

Nanquan, wörtlich die südliche Faust, ist keine einzelne Schule, sondern eine Sammelbezeichnung für die chinesischen Stile südlich des Jangtse, also aus Fujian, Guangdong und Guangxi. Unter den Begriff fallen Hung Gar, Choy Li Fut, Wing Chun, die südliche Gottesanbeterin, Wuzuquan und zahlreiche weitere Familienlinien, die sich untereinander unterscheiden, aber mehrere Züge teilen. Die südlichen Stile arbeiten aus einer tiefen und fest verwurzelten Stellung, greifen kurz und aus nächster Nähe an, bauen auf die Kraft der Unterarme und der Brückenarme und setzen hohe Tritte nur ausnahmsweise ein; die Schläge begleitet oft ein Stimmausstoß, der Atem und Bewegung vereinen soll. Auffällig sind die Handformen: Tigerklaue, Kranichschnabel, offene Handfläche und Faust wechseln je nach Ziel. Der Unterschied zu den nördlichen Stilen ist weitgehend ein Unterschied des Raumes: Der Norden übte in offener Landschaft und entwickelte lange Linien und Sprünge, der Süden arbeitete in engen Gassen, auf Booten und unter Arkaden und antwortete darauf mit kurzer Distanz. Neben der überlieferten Bedeutung hat Nanquan eine zweite, sportliche: Es ist eine eigene Disziplin des modernen Wushu mit vorgeschriebener Form, zu der noch die Waffendisziplinen Nandao mit dem südlichen Säbel und Nangun mit dem südlichen Stab treten; die Wettkampfform erfuhr 1999 eine Revision, die den Formen Schwierigkeitselemente hinzufügte. Einen Gründer und ein Gründungsjahr gibt es nicht, denn es handelt sich um eine Kategorie und nicht um eine Schule.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Wing ChunHung GarChoy Li FutIron Palm Kung FuSun Style Tai ChiPachi Tanglangquan