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Choy Li Fut

蔡李佛

Ein südchinesischer Stil, 1836 von Chan Heung gegründet. Er verbindet tiefe Stellungen und starke Arme des Südens mit langen Schwungschlägen und Drehungen des Nordens.

Wichtige Daten

HerkunftslandChina
Gründungsjahr1836
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem3 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemSchärpen
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Choy Li Fut

👊 Technik-Datenbank6 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge

Über Choy Li Fut

Choy Li Fut wurde 1836 von Chan Heung im Dorf King Mui in der Provinz Guangdong gegründet. Der Name dankt drei Quellen: dem Mönch Choy Fook, dem Meister Li Yau-san, und die Silbe fut, also Buddha, gilt der Shaolin-Tradition, zu der sich der Stil bekennt. Technisch verbindet er zwei Welten. Aus dem Süden nimmt er tiefe Stände und die Nahdistanz, fügt aber lange Schwungarme hinzu, wie man sie sonst im Süden Chinas nicht findet: sau chui, ein peitschender Handrücken über die ganze Reichweite geführt, dazu charp chui und kwa chui. Die Arme drehen wie Dreschflegel, und die Angriffe kommen in Serien, nicht einzeln. Ebenso kennzeichnend ist, was man hört. Zu jedem Schlagtyp gehört ein eigener Ruf — yik, wah oder dik — der der Zeitgebung dient und dem Ausatmen im Treffmoment. Der Stil besitzt ein ungewöhnlich großes Waffenarsenal, von Stäben und Schwertern bis zur neungliedrigen Peitsche, und eine eigene Löwentanztradition. Historisch war er mit antiqing-Gesellschaften verbunden, was ihm den Ruf einer nicht der Gesundheit wegen geübten Kunst eintrug. Heute gliedert er sich in drei Hauptzweige — Hung Sing, King Mui und die Familienlinie der Chan — und zählt zu den südchinesischen Stilen, die sich in den frühen Vollkontaktkämpfen auf der Lei-Tai-Plattform am besten schlugen.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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