Choy Li Fut
蔡李佛Ein südchinesischer Stil, 1836 von Chan Heung gegründet. Er verbindet tiefe Stellungen und starke Arme des Südens mit langen Schwungschlägen und Drehungen des Nordens.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Choy Li Fut
Über Choy Li Fut
Choy Li Fut wurde 1836 von Chan Heung im Dorf King Mui in der Provinz Guangdong gegründet. Der Name dankt drei Quellen: dem Mönch Choy Fook, dem Meister Li Yau-san, und die Silbe fut, also Buddha, gilt der Shaolin-Tradition, zu der sich der Stil bekennt. Technisch verbindet er zwei Welten. Aus dem Süden nimmt er tiefe Stände und die Nahdistanz, fügt aber lange Schwungarme hinzu, wie man sie sonst im Süden Chinas nicht findet: sau chui, ein peitschender Handrücken über die ganze Reichweite geführt, dazu charp chui und kwa chui. Die Arme drehen wie Dreschflegel, und die Angriffe kommen in Serien, nicht einzeln. Ebenso kennzeichnend ist, was man hört. Zu jedem Schlagtyp gehört ein eigener Ruf — yik, wah oder dik — der der Zeitgebung dient und dem Ausatmen im Treffmoment. Der Stil besitzt ein ungewöhnlich großes Waffenarsenal, von Stäben und Schwertern bis zur neungliedrigen Peitsche, und eine eigene Löwentanztradition. Historisch war er mit antiqing-Gesellschaften verbunden, was ihm den Ruf einer nicht der Gesundheit wegen geübten Kunst eintrug. Heute gliedert er sich in drei Hauptzweige — Hung Sing, King Mui und die Familienlinie der Chan — und zählt zu den südchinesischen Stilen, die sich in den frühen Vollkontaktkämpfen auf der Lei-Tai-Plattform am besten schlugen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
