Sechs-Harmonien-Gottesanbeterin
六合螳螂拳Der weichste unter den Gottesanbeterin-Stilen. Anders als die harten Zweige Sieben Sterne und Pflaumenblüte setzt er auf innere Arbeit und eigene Formen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Sechs-Harmonien-Gottesanbeterin
Über Sechs-Harmonien-Gottesanbeterin
Liuhe Tanglangquan, die Sechs-Harmonien-Gottesanbeterin, ist ein nordchinesischer Stil und der eigenständigste Zweig innerhalb der gesamten Gottesanbeterin-Familie. Während die Zweige Sieben Sterne und Pflaumenblüte zu den harten Stilen zählen, ist der Sechs-Harmonien-Zweig der weichste und am stärksten innerlich ausgerichtete der ganzen Familie — er begegnet Kraft nicht mit Kraft, sondern leitet die ankommende Energie um. Er besitzt zudem ein eigenes Lehrprogramm: Formen, die in keinem der anderen Gottesanbeterin-Stile vorkommen. Der Ursprung der Gottesanbeterin insgesamt wird traditionell einem Mann namens Wang Lang zugeschrieben, doch die Quellen weisen darauf hin, dass viele Forscher seine Existenz bezweifeln und den Stil eher als Verschmelzung mehrerer Traditionen aus Shandong betrachten. Legenden verorten seinen Ursprung gleich in mehreren Epochen zugleich, von der Song-Dynastie bis zur Wende von Ming zu Qing um das Jahr 1650, und sie kennen sogar die Geschichte einer Gottesanbeterin, die gegen ein Wagenrad kämpft; die Quelle bezeichnet all dies ausdrücklich als Volksüberlieferung, nicht als Geschichte. Für den Sechs-Harmonien-Zweig wird als Überlieferer der Linie Ding Zicheng genannt, von dem es allerdings heißt, er habe den Stil weitergegeben und nicht begründet. Der Katalog hat daher sowohl den früher angegebenen Begründer als auch das Jahr 1850 aus dem Datensatz entfernt und lässt diese Felder leer. Die Schüler Ding Zichengs unterrichteten anschließend in Shandong und in Taiwan, und dort lebt der Stil bis heute weiter, getragen von ihren eigenen Schülerlinien.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
