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Sikaran

Eine philippinische Beinkunst aus der Provinz Rizal. Die Hände decken nur — ein Handschlag führt im traditionellen Wettkampf zur Disqualifikation.

Wichtige Daten

HerkunftslandPhilippinen
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem6 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, informell
LinieVolkstümlich

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemSchärpen
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenBedeutend

Über Sikaran

Sikaran ist eine philippinische Kampfkunst aus der Gemeinde Baras in der Provinz Rizal auf der Insel Luzon. Der Name kommt vom tagalischen Wort sikad, treten, und trifft das Wesen genau: Sikaran ist eine Kunst der Beine. Nach eigener Regel arbeitet der Übende zu neunzig Prozent mit den Beinen und zu einem Zehntel mit den Händen, wobei die Hände nur zum Decken und zum Fegen dienen. Im traditionellen Wettkampf ist ein Handschlag ein Grund zur Disqualifikation — eine Regel, die in anderen Zweikampfsportarten kein Gegenstück hat. Die Tritte werden nach Ziel geordnet und danach, ob sie den Gegner wegschieben, umwerfen oder voll treffen sollen; die härtesten tragen eigene Namen und wurden in der traditionellen Form ohne Schutz und mit bloßem Oberkörper ausgeführt. Der Ursprung ist ländlich. Sikaran entstand weder in einer Armee noch in einer Schule, sondern auf den Reisfeldern nach der Ernte, wenn die Bauern sich auf dem abgemähten Feld zum Kräftemessen versammelten. Schriftliche Quellen zur älteren Geschichte gibt es nicht; weitergegeben wurde mündlich, und die Behauptung, es sei schon vor der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert geübt worden, ist örtliche Überlieferung und kein belegter Befund. In die heutige organisierte Gestalt brachten es zwei Männer. Melton Geronimo, Luftwaffenoffizier und Bürgermeister von Baras, gründete die World Sikaran Arnis Brotherhood und führte einen Lehrplan mit Gürteln nach Karatevorbild ein. Osias Banaag gründete danach die Global Sikaran Federation und setzt sich international für Sikaran als traditionellen Sport ein.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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