ImpakuImpaku

Shotokan

松濤館

Der weltweit verbreitetste Karatestil, erkennbar an langen, tiefen Stellungen und direkter Technik. Begründet von Gichin Funakoshi, der Karate 1922 nach Tokio brachte.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1928
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeHalbkontakt
Gürtelsystem20 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKinder sind die Hauptzielgruppe
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende1–10 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteZentral
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Shotokan

📜 Traditionelle Katas29 Einträge
👊 Technik-Datenbank76 Einträge
📖 Glossar110 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister3 Einträge

Über Shotokan

Shotokan ist der weltweit verbreitetste Karatestil. Geschaffen hat ihn Gichin Funakoshi, ein okinawischer Lehrer, der Karate 1922 in Tokio vorführte und dort blieb, um es zu unterrichten. Der Name stammt von seinem Schriftstellernamen Shoto, "Kiefernrauschen" — Kan bedeutet Haus, also "Shotos Haus". Die Gestalt des Stils prägten allerdings erst sein Sohn Yoshitaka und die Universitätsgeneration der Nachkriegszeit. Kennzeichnend sind lange, tiefe Stände und geradlinige Techniken auf maximale Reichweite. Zenkutsu-dachi, der tiefe Vorwärtsstand, ist die optische Signatur. Die Logik ist klar: Ein langer Weg erlaubt Beschleunigung und legt die volle Körpermasse in den Schlag, bezahlt wird mit Beweglichkeit. Genau deshalb übt Shotokan Stände tiefer, als sie irgendjemand im Kampf benutzen würde — es ist Kraft- und Stabilitätsarbeit, kein Abbild realer Anwendung. Der Lehrplan ruht auf drei Teilen: Kihon (Grundtechnik in Reihen), Kata und Kumite. Die Standardreihe umfasst 26 Kata, von Heian Shodan bis Unsu und Gojushiho. Der Sportkampf folgt den WKF-Regeln, wo der saubere, kontrollierte Treffer zählt und der Kontakt begrenzt ist. Shotokan ist zugänglich, systematisch und gut dokumentiert — dichtes Vereinsnetz und verständliche Prüfungsstruktur. Wer Vollkontakt sucht, sollte allerdings wissen, dass das Sportkumite mit begrenztem Kontakt und Unterbrechungen arbeitet, was eine andere Erfahrung ist als die Vollkontaktstile.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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