Gensei-ryu
玄制流Das Karate Seiken Shukumines von 1950. Es entstand aus dem Einwand, Karate bewege sich nur in der Fläche — daher Drehungen, Absenken, Sprünge.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Gensei-ryu
Über Gensei-ryu
Gensei-ryu ist ein Karatestil, den um 1950 Seiken Shukumine gründete, der von 1925 bis 2001 lebte. Shukumine stammte aus Okinawa und lernte bei Kishimoto Soko, einem Träger des Tomari-te. Sein eigener Beitrag erwächst aus dem einen Einwand, den er gegen das Karate immer wieder erhob: Karate bewege sich seiner Ansicht nach nur in der Fläche. Angreifer und Verteidiger stehen einander auf einer Linie gegenüber, ausgewichen wird zur Seite, und der ganze Ablauf geschieht, als zählte der Raum über dem Kopf und unter der Hüfte nicht. Gensei-ryu führt deshalb Bewegung in alle Richtungen ein — Drehungen um Längs- und Querachse, Absinken unter den Angriff, Sprünge darüber und Ausweichen auf Kreisbahnen. Daher rührt der akrobatische Zug des Stils, den man auf den ersten Blick erkennt. Im Lehrstoff bleiben die klassischen okinawanischen Kata des Tomari-te und daneben Shukumines eigene Formen, von denen Sansai die bekannteste ist. Zur Lehre gehört die Unterscheidung dreier Stufen der Initiative, also ob der Übende vor dem Angriff, mit ihm oder nach ihm handelt. Gensei-ryu ist Shukumines erste Schule; 1965 folgte das noch radikalere Taido. Heute besteht der Stil in mehreren Organisationen, außerhalb Japans am stärksten in den Niederlanden und in Osteuropa.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
