Savate
Französisches Boxen, die einzige europäische Schlagkunst, in der man mit Schuhen tritt. Entstanden im 19. Jahrhundert in Paris und Marseille, später mit dem Boxen verbunden.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Savate
Über Savate
Savate ist das französische Fußkampfboxen, die einzige europäische Kampfkunst, in der man in Schuhen tritt. Sie entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Paris und Marseille aus der Straßenselbstverteidigung; das Wort Savate bezeichnet einen alten Schuh. Den entscheidenden Schritt tat Charles Lecour, der in den 1830er Jahren die französische Tritttechnik mit dem englischen Boxen verband — so entstand ein System, das Hände und Füße nach derselben Logik einsetzt. Der Schuh ist kein Detail, sondern Definition. Getreten wird mit der Spitze festen Schuhwerks, weshalb die Treffer präzise und auf bestimmte Punkte gezielt sind — Schienbein, Knie, Oberschenkel, Rumpf, Kopf. Das trennt Savate von thailändischen und japanischen Systemen, die barfuß mit Schienbein oder Spann treten. Der Technikvorrat ist bewusst klein und klar benannt: Fouetté (peitschender Bogentritt), Chassé (Stoßtritt), Revers (Tritt mit der Fußaußenkante) und Coup de pied bas (Tieftritt aufs Schienbein). Die Hände nutzen unverändert die Boxtechnik. Tritte werden nach Höhe in tief, mittel und hoch eingeteilt, was auch die Wettkampfregeln prägt. Savate hat eine ausgebaute Wettkampfstruktur, die Assaut (technischer Kampf mit kontrolliertem Kontakt) von Combat (Vollkontakt) unterscheidet. Der Fortschritt wird durch die Handschuhfarbe angezeigt, nicht durch Gürtel — von Blau bis Silber. Zur Tradition gehört auch Savate Bâton Défense, die Stockarbeit, als eigene Disziplin geführt.
Stile & Zweige
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
