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Pankration

Παγκράτιον

Antiker griechischer Kampfsport, der laut Perseus-Projekt Boxen und Ringen verband, bei den Olympischen Spielen laut griechischem Kulturministerium seit 648 v. Chr.

Wichtige Daten

HerkunftslandGriechenland
Gründungsjahr648 v. Chr.
RegionEuropa
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusWiederbelebt
LinieSportlich kodifiziert
EntstehungszeitAntike

Training

BekleidungShorts und Schützer
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichFür Senioren nicht geeignet
Körperliche Anforderung5/5
Verletzungsrisiko4/5
Übertrag auf Selbstverteidigung4/5
Konditioneller Nutzen5/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

GraduierungenNein
WettkampfformatGemischt
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusAntike Spiele
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteZentral
WürfeZentral
BodenkampfZentral
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Pankration

🎬 Pankration in der Kultur2 Einträge
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Über Pankration

Das Pankration war ein antiker griechischer Kampfsport, der laut dem Perseus-Projekt der Tufts University Boxen und Ringen verband. Pausanias berichtet, dass das Pankration der Männer bei der 33. Olympiade in das olympische Programm aufgenommen wurde, und das griechische Kulturministerium datiert dieses erste Auftreten auf 648 v. Chr. Erster olympischer Sieger war laut Pausanias Lygdamis von Syrakus. Das griechische Kulturministerium gibt an, dass alle Schläge, Tritte und Griffe erlaubt waren und nur Beißen, das Stechen mit dem Finger in Mund und Nase des Gegners sowie das Ausstechen der Augen verboten waren. Es unterscheidet auch das kato Pankration, bei dem der Kampf am Boden weiterging, und das stehende ano Pankration. Der Besiegte gab laut derselben Quelle auf, indem er einen oder zwei Finger hob, mit der Geste apagoreuein. Philostratos der Ältere berichtet, dass die Lakedaimonier Beißen und Augenausstechen erlaubten, die Spiele in Elis es dagegen ausschlossen. Pausanias verzeichnete auch Kämpfer wie Theagenes von Thasos oder Arrhichion von Phigalia, den die Eleer zum Sieger erklärten, obwohl er im Kampf starb. Die moderne Form namens Neo-Pankration schuf laut der Auslandsgriechen-Zeitung Neos Kosmos 1969 der griechisch-amerikanische Kämpfer Jim Arvanitis, und laut der englischen Wikipedia erkannte die FILA 2010 das Pankration athlima als assoziierte Disziplin an.

Geschichte

Pausanias gibt in seiner Periegesis aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. an, dass das Pankration der Männer bei den achten Spielen nach der 25. Olympiade, also bei der 33. Olympiade, zusammen mit dem Pferderennen ins olympische Programm aufgenommen wurde. Das griechische Kulturministerium datiert dieses erste Auftreten auf seiner Website über die antiken Olympischen Spiele auf das Jahr 648 v. Chr. Erster olympischer Sieger war laut Pausanias Lygdamis von Syrakus, von dem die Syrakusaner behaupteten, er sei so groß wie Herakles gewesen. Das Perseus-Projekt der Tufts University zitiert den Dichter Xenophanes aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., der das Pankration einen neuen und furchtbaren Kampf mit allen Griffen nannte. Das Pankration der Knaben wurde laut Pausanias bei den Olympischen Spielen erst bei der 145. Olympiade eingeführt, und es gewann darin Phaidimos aus der Troas.

Was es unterscheidet

Philostratos der Ältere gibt im 3. Jahrhundert n. Chr. an, dass die Lakedaimonier das Beißen und das Ausstechen der Augen erlauben, während die Spiele in Elis sie ausschließen, das Würgen aber gestatten. Smiths Dictionary of Greek and Roman Antiquities von 1875 gibt an, dass in Sparta das reguläre Pankration verboten war, dass Beißen und Kratzen in einer unregelmäßigen spartanischen Kampfform vorkam und bei den großen öffentlichen Spielen dem Wörterbuch zufolge wohl nicht auftrat. Laut dem Perseus-Projekt der Tufts University verband das Pankration Boxen und Ringen, doch anders als beim Boxen umwickelten die Kämpfer ihre Hände nicht mit den Riemen himantes. Carter gibt im Classical Journal von 2006 an, dass Poliakoff 1987 das Pankration zu den antiken Kampfsportarten zählte, den Gladiatorenkampf aber ausschloss, und dass die Geste der Aufgabe mit erhobenem Finger aus den griechischen Kampfsportarten stammt.

Technik

Das griechische Kulturministerium gibt an, dass im Pankration alle Schläge, Tritte und Griffe erlaubt waren und nur Beißen, das Stoßen eines Fingers in Mund und Nase des Gegners und das Ausstechen der Augen verboten waren. Das Perseus-Projekt der Tufts University gibt an, dass die Regeln nur das Beißen und das Kratzen mit den Nägeln in Augen, Nase oder Mund des Gegners verboten, Tritte in den Bauch erlaubt waren und die Pankratiasten sich im Unterschied zu den Boxern die Hände nicht mit Riemen, den himantes, umwickelten. Das Ministerium unterscheidet zwei Formen, das kato Pankration, bei dem der Kampf auch nach der Berührung des Bodens weiterging, und das ano oder orthostanden Pankration, bei dem im Stehen gekämpft wurde. Laut derselben Quelle taten sich auch Männer von kleiner Statur hervor, die beweglich genug waren, gefährlichen Schlägen auszuweichen, und wesentlich war auch die List. Pausanias schreibt über Sostratos von Sikyon mit dem Beinamen Akrochersites, der den Gegner an den Fingern packte und sie bog, bis er aufgab. Philostratos der Ältere beschreibt den letzten Kampf des Arrhichion so, dass ihm der Gegner den Unterarm um die Kehle schlang, um ihm den Atem zu nehmen, und Arrhichion ihm durch kräftigen Druck den Knöchel auskugelte. Pausanias spricht in derselben Geschichte von einem ausgerenkten Zeh.

Training

Laut dem griechischen Kulturministerium war das stehende Pankration ano weniger gewalttätig und wurde im Training bevorzugt. Platon führt in den Gesetzen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. an, dass ein im Pankration, Boxen oder Ringen gründlich geübter Athlet auch mit der linken Seite kämpfen kann, und stellt es als Vorbild beidseitigen Trainings hin. An anderer Stelle der Gesetze schreibt er, wer Boxer oder Pankratiasten erzöge, ließe sie täglich mit anderen ringen und notfalls auch mit dem Schatten kämpfen. Übungen mit gepolsterten Handschuhen und an einer aufgehängten Figur beziehen sich in seinem Text ausdrücklich auf Boxer. Lukian beschreibt im 2. Jahrhundert n. Chr. im Dialog Anacharsis im athenischen Gymnasion mit Sand bestreute Jünglinge, die im Stehen Schläge und Tritte austauschen, und Solon erklärt darin, genau das nenne man Pankration. Das Üben von Pankration und Ringen verteidigt Solon im Dialog als nützlich und angenehm, und nach ihm führt es zu einer hervorragenden körperlichen Verfassung.

Wettkampf

Laut dem griechischen Kulturministerium zwang der Sieger den Gegner zur Aufgabe, und der Besiegte zeigte die Niederlage durch einen oder zwei erhobene Finger an, die Geste apagoreuein. Pausanias beschreibt, wie Arrhichion von Phigalia in der 54. Olympiade durch Würgen starb, sein Gegner aber zugleich wegen einer ausgerenkten Zehe aufgab, und die Eleer deshalb seinen toten Körper bekränzten und zum Sieger ausriefen. Theagenes von Thasos wollte laut Pausanias in derselben Olympiade sowohl im Boxen als auch im Pankration siegen. Im Boxen besiegte er Euthymos, für das Pankration blieb ihm keine Kraft mehr, und die Kampfrichter verhängten gegen ihn eine Geldstrafe von einem Talent für den Gott und einem Talent für Euthymos. Das Pankration dieser Spiele gewann laut Pausanias Dromeus von Mantineia kampflos, angeblich als ersten belegten Fall, und bei den nächsten Spielen siegte Theagenes. Der Erste nach Theagenes, der in Olympia sowohl im Boxen als auch im Pankration zum Sieger ausgerufen wurde, war laut Pausanias Kleitomachos von Theben. Sostratos von Sikyon errang laut Pausanias drei olympische Siege, zwei pythische und zwölf bei den nemeischen und isthmischen Spielen zusammen. Seinen ersten Sieg in der 104. Olympiade erkannten die Eleer nicht an, weil die Spiele von den Pisaten und Arkadern ausgerichtet wurden.

Heute

Die moderne Form namens Neo-Pankration schuf laut der Zeitung der griechischen Diaspora Neos Kosmos von 2022 im Jahr 1969 der griechisch-amerikanische Kämpfer Jim Arvanitis, und sein Konzept verbreitete sich nach einem Artikel im Magazin Black Belt im Jahr 1973. Black Belt gibt an, dass Arvanitis vor der Kodifizierung des modernen Pankration jahrelang dessen Geschichte studierte und dass ihn das Magazin 2009 als Instruktor des Jahres in seine Hall of Fame aufnahm. In Australien leitet das moderne Pankration laut Neos Kosmos die Australian Federation of Pankration. Laut USA Wrestling von 2013 war das Pankration einer von zwei nicht olympischen Stilen, die die FILA auf ihrem außerordentlichen Kongress beibehielt. Die englische Wikipedia gibt an, dass die FILA 2010 das Pankration Athlima als angeschlossene Disziplin anerkannte und dass das IOC das Pankration nicht als olympische Sportart anerkennt. Die Website World Combat Games unterscheidet zwei Stile, das Pankration als Vollkontakt und das Pankration Athlima als Semikontakt. United World Wrestling gab bekannt, dass das Pankration nach der Umstrukturierung der Stile nur noch für die Kategorien U17 und jünger ausgetragen wird, während U20 an das Amateur-MMA fällt.

Wissenswertes

Pausanias berichtet, dass Theagenes von Thasos bei den nemeischen und isthmischen Spielen im Boxen und Pankration neunzehn Preise gewann, insgesamt angeblich 1.400 Siegeskränze. Den Pankratiasten Pulydamas, Sohn des Nikias, beschreibt er als den größten Mann seiner Zeit, dessen Statue in Olympia Lysipp schuf und der auf dem Olymp mit bloßen Händen einen Löwen tötete. Laut Pausanias lud ihn der persische König Dareios II. nach Susa ein, wo Pulydamas drei persische Unsterbliche herausforderte und sie allein tötete. Arrhichion gewann laut Pausanias bereits vor der 54. Olympiade zweimal bei den Olympischen Spielen, und seine archaische Steinstatue stand auf dem Marktplatz von Phigalia. Das griechische Kulturministerium führt unter den Denkmälern zum Pankration eine Marmorstatue des Pankratiasten Agias aus der Gruppe der Weihgeschenke des Daochos an. Platon schlägt in den Gesetzen vor, in seinem idealen Gemeinwesen das Pankration durch ein Turnier der Leichtbewaffneten zu ersetzen.

Häufige Fragen

Wann erschien das Pankration bei den Olympischen Spielen?

Laut Pausanias wurde das Pankration der Männer bei der 33. Olympiade aufgenommen, und das griechische Kulturministerium datiert dieses erste Auftreten auf 648 v. Chr. Erster Sieger war laut Pausanias Lygdamis von Syrakus.

Was war im Pankration verboten?

Laut dem griechischen Kulturministerium waren nur Beißen, das Stechen mit dem Finger in Mund und Nase des Gegners und das Ausstechen der Augen verboten, alle Schläge, Tritte und Griffe waren erlaubt.

Wie zeigte man im Pankration die Niederlage an?

Laut dem griechischen Kulturministerium zwang der Sieger den Gegner zur Aufgabe, und der Besiegte zeigte die Niederlage mit einem oder zwei erhobenen Fingern an, der Geste apagoreuein.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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