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Vale Tudo

Das brasilianische Format des nahezu regellosen Kampfes, aus dem das moderne MMA hervorging. Es entstand in den 1920ern aus Zirkus- und Jahrmarktskämpfen.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandBrasilien
Gründungsjahrum 1920
RegionSüdamerika
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem5 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, informell
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungShorts und Schützer
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichFür Senioren nicht geeignet
Körperliche Anforderung5/5
Verletzungsrisiko5/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung4/5
Fitness-Nutzen5/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatGemischt
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteZentral
WürfeZentral
BodenkampfZentral
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Vale Tudo

📖 Glossar24 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge

Über Vale Tudo

Vale Tudo heißt auf Portugiesisch "alles ist erlaubt" und bezeichnet das brasilianische Format des nahezu regelfreien Kampfes, aus dem das moderne MMA hervorging. Es entstand in Brasilien in den 1920er und 1930er Jahren, als Zirkus- und Jahrmarktskämpfe zu öffentlichen Duellen zwischen Vertretern verschiedener Künste wurden. Die Familie Gracie nutzte es als Beweis für die Wirksamkeit ihres Jiu-Jitsu — und die Gracie Challenge, die offene Herausforderung an jedermann, war Vale Tudo in Reinform. Die Regeln waren minimal: Beißen und Augenausstechen waren untersagt, ansonsten waren Schläge, Tritte, Würfe, Würger und Hebel erlaubt. Es gab keine Handschuhe, oft keine Gewichtsklassen und kein Zeitlimit. Ein Kampf endete durch Aufgabe, K.o. oder Eingreifen der Ecke. Aus dem Vale Tudo ging 1993 die erste UFC hervor, die Rorion Gracie auf dieselbe Frage baute: Was geschieht, wenn Stile ohne Einschränkung aufeinandertreffen. Der Übergang vom Vale Tudo zum heutigen MMA vollzog sich in den 1990er Jahren durch schrittweises Hinzufügen von Regeln — Handschuhe, Runden, Gewichtsklassen, verbotene Techniken und ärztliche Aufsicht. Heute ist Vale Tudo ein historischer Begriff, Veranstaltungen unter diesem Namen sind selten und meist reguliert. Sein Erbe ist jedoch grundlegend: Es war das Format, das empirisch zeigte, dass ein Schläger ohne Fähigkeit zum Bodenkampf in einer offenen Auseinandersetzung deutlich im Nachteil ist.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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