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Toi-Gye

퇴계 · Toegye

Wörtlich: „Zurückweichender Bach“

Auch bekannt als: Toi Gye, T'oi-Gye

Der siebte Tul trägt das Pseudonym des neokonfuzianischen Gelehrten Yi Hwang. Seine 37 Bewegungen verweisen auf den 37. Breitengrad der Geburt, bekannt für sechs San-Makgi-Blocks in Folge.

Auf einen Blick

Kampfkünste
Persönlichkeiten
FormtypTul
ReiheChang-Hon-Tul (ITF) (7)
HerkunftSüdkorea
Entstanden1962–1964
Entstehungszeit20. Jahrhundert
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Über die Kata

Toi-Gye ist der siebte Tul der Chang-Hon-Reihe; itftaekwondo.com führt ihn beim 3. Kup, Torbay Taekwondo und die Leicester Taekwon-Do Academy beim blauen Gurt mit rotem Streifen. Nach ITF-Deutung ist Toi-Gye das Pseudonym des Gelehrten Yi Hwang, 16. Jahrhundert, einer Autorität des Neokonfuzianismus. Die siebenunddreißig Bewegungen verweisen auf seinen Geburtsort am 37. Breitengrad, und das Diagramm stellt laut englischer Wikipedia ebenso wie bei Yul-Gok einen „Gelehrten" dar. Der Tul beginnt in der Stellung Moa Junbi Sogi B. Laut kidokwan.org, Torbay Taekwondo und der Leicester Taekwon-Do Academy werden die Bewegungen 3, 6 und 12 langsam ausgeführt: zwei Handrückenfaustschläge zur Seite und nach hinten, Dung Joomuk Yop Dwi Taerigi, sowie ein Stoß mit beiden Ellbogen zu den Seiten, Sang Yop Palkup Tulgi. Dotaekwondo.net führt nur die Bewegungen 3 und 12 als langsam. Die Bewegungen 7 und 8 werden fließend nacheinander ausgeführt, und Bewegung 29 ist laut kidokwan.org ein Sprung. Die bekannteste Passage ist laut TKD Coaching die Folge von sechs San-Makgi-Blocks in W-Form; der Block endet mit senkrechten Unterarmen und Ellbogen knapp unterhalb der Schulterhöhe. Dieselbe Quelle rät, die Stellungen gleich lang zu halten, damit man am Ende zum Start zurückkehrt, und bei den langsamen Bewegungen auf Entspannung und Atmung zu achten.

Die Kata in den Stilen

StilName im StilBewegungenKiai
ITF TaekwondoToi-Gye37—

Bedeutung des Namens

Die englische Wikipedia übersetzt das Pseudonym Toegye (퇴계, 退溪) als „zurückweichender Bach". Yi Hwang lebte von 1501 bis 1570 und wurde in Ongye-ri bei Andong geboren. 1560 gründete er die Schule Dosan Seodang, aus der seine Schüler 1574 die konfuzianische Akademie Dosan Seowon schufen; sein Porträt ist auf dem südkoreanischen 1000-Won-Schein abgebildet. Sein bekanntestes Werk sind die Zehn Diagramme zur Gelehrsamkeit der Weisen (Seonghak Sipdo), 1568 für König Seonjo verfasst. Brendan Doogan (kidokwan.org) weist darauf hin, dass Yul-Gok und Toi-Gye die Namen zweier rivalisierender Gelehrter aus dem großen Streit des koreanischen Konfuzianismus und Neokonfuzianismus im 16. Jahrhundert tragen.

Urheber und Geschichte

Laut der englischen Wikipedia halfen Kim Bok-man und Woo Jae-lim General Choi Hong-hi zwischen 1962 und 1964, als er koreanischer Botschafter in Malaysia war, fünfzehn Tuls zu erschaffen; Toi-Gye wird darunter ausdrücklich genannt. TKD Coaching gibt dasselbe an. Alan Joffray verfolgt in seiner Prüfungsarbeit zum 1. Dan (kidokwan.org, 2014), wie sich der Tul in Choi Hong-his Büchern veränderte: Die Bewegungen 3 und 6 waren zunächst ein Block, dann ein Schlag und schließlich ein Schlag zur Seite und nach hinten, und aus schnell wurde langsam. Bewegung 12 war anfangs nur das Heranziehen beider Fäuste an die Hüften, heute ist es ein Stoß mit beiden Ellbogen zu den Seiten. Die Schwungbewegung beim Anheben des Beins in Bewegungen 13–18 führte laut ihm Meister Eun ein.

Bunkai – Anwendungen

Der Blog Tactical Taekwondo liest den San-Makgi-Block als Wurf: Was wie ein Tritt aussieht, ist das Übersteigen oder Umgehen des gegnerischen Beins, sein Arm wird über das eigene vordere Bein gezogen, und die Hüftbewegung verbindet Hände und Füße in dem Moment, in dem der Fuß den Boden berührt. Sechs Blocks hintereinander ergeben laut ihm Sinn, weil der Gegner vor dem ersten Versuch zurückweicht und sich dadurch für den zweiten öffnet.

Häufige Fehler

Laut TKD Coaching sollte man bei dem tiefen Drückblock in Bewegung 19 die hintere Schulter nicht unnötig anspannen; der Block endet auf halbem Weg zwischen Brust und Schulter.

Wichtiger Tipp

Laut TKD Coaching beginnt der Fingerspitzenstoß mit nach oben gedrehter Handfläche, Dwijibun Sonkut Tulgi, in Bewegung 2 aus der zuvor halb gedrehten Position, damit die Hüften in die Technik einbezogen werden.

Technikablauf — ITF Taekwondo

Quelle der Aufschlüsselung: kildaretaekwondo.com

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    Langsam
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    Langsam
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    Fließend verbunden
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Weitere Quellen zum Thema (12)
  1. itftaekwondo.com/itf-patterns/3rd-1st-gup
  2. en.wikipedia.org/wiki/Yi_Hwang
  3. en.wikipedia.org/wiki/Hyeong
  4. en.wikipedia.org/wiki/Kim_Bok_Man
  5. kidokwan.org/patterns/changhon/toi-gye
  6. kidokwan.org/patterns/changhon/toi-gye/the-evolution-of-toi-gye
  7. kidokwan.org/articles/7509-2
  8. dotaekwondo.net/itf/patterns/9/toi-gye.html
  9. tkdcoaching.com/toi-gye-pattern
  10. torbaytkd.co.uk/training-guide/red-tag-3rd-kup/pattern-toi-gye-tul
  11. tkdleicester.com/patterns-2/patterns-colour-belts/toi-gye
  12. tacticaltaekwondo.wordpress.com/2017/09/22/san-makgi-the-most-misunderstood-block-in-tae…