Huka-Huka
Ringen des oberen Xingu, aus dem Knien geführt. Sein Rahmen ist das Totenfest Kuarup, bei dem nicht nur Einzelne, sondern Dörfer sich messen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Huka-Huka
Über Huka-Huka
Huka-huka ist das Ringen des oberen Xingu, also einer Gruppe indigener Völker im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Gerungen wird nicht im Stand, sondern aus dem Knien, und das ist sein auffälligstes Merkmal. Der Veranstalter, meist ein Häuptling, ruft zwei Gegner namentlich in die Mitte des Platzes. Sie nähern sich einander auf den Knien, drehen sich im Uhrzeigersinn einander zugewandt, bis sich ihre Blicke treffen, umklammern sich dann und versuchen, den Gegner zu heben und zu Boden zu legen. Wer den Boden mit dem Rücken berührt, hat verloren. Es ringen Männer wie Frauen. Huka-huka ist kein vom Dorfleben getrennter Sport. Sein Hauptrahmen ist das Kuarup, auch Quarup geschrieben, das große Totenfest, zu dem mehrere Dörfer zusammenkommen, um bedeutende Verstorbene zu ehren; das Ringen ist dessen zentraler Wettstreit, in dem sich nicht nur Einzelne, sondern Dörfer miteinander messen. Der Name huka-huka ahmt den Laut nach, den die Ringer im Kampf ausstoßen. In jüngerer Zeit ist auch außen Interesse entstanden: versuchsweise wurde es in die Ausbildung der Militärpolizei des Staates São Paulo aufgenommen. Ein unmittelbarer Zusammenhang mit Vale Tudo oder modernem MMA ist jedoch nicht belegt. Auch die Datierung auf 1500 ist unbelegt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
