Collar and Elbow
Irisches Ringen mit festem Griff an Kragen und Ellbogen, der nicht gelöst werden darf. Die Beschränkung nimmt dem Schwereren den Vorteil; Beinarbeit entscheidet.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Collar and Elbow
Über Collar and Elbow
Das irische Ringen am Kragen und Ellbogen ist nach dem Griff benannt, mit dem es beginnt und der die ganze Zeit nicht gelöst werden darf: Eine Hand hält den Kragen des Gegners, die andere seinen Ellbogen. Diese Einschränkung ist keine Formsache, sondern der eigentliche Sinn der Regeln. Ein fester Griff nimmt dem Schwereren oder Stärkeren den Vorteil, denn niemand kann umgehen, tiefer fassen oder an den Beinen heben. Es bleiben Beinarbeit, Timing und die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu brechen — weshalb es in diesem Stil häufig vorkam, dass ein kleinerer Ringer einen grösseren besiegte. Gekämpft wird im Stand, Ziel ist es, den Gegner auf beide Schulterblätter zu bringen oder einen klaren Sturz zu erzielen; Bodenkampf gibt es nicht. Im 19. Jahrhundert war der Stil in Irland weit verbreitet und gelangte mit der Auswanderung in die Vereinigten Staaten, wo er vor allem in Neuengland heimisch wurde, besonders in Vermont, und im Bürgerkrieg zur gewöhnlichen Unterhaltung in Armeelagern gehörte. In den Vereinigten Staaten fanden im 19. Jahrhundert auch Profikämpfe um Geld statt, und der bekannteste Ringer jener Zeit war John McMahon aus Vermont, der in diesem Stil im ganzen Land auftrat.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
