Schwingen
Schweizer Nationalringen auf einem Ring aus Sägemehl. Die Gegner fassen kurze Zwilchhosen; der Sieger des grössten Festes erhält einen Stier als Preis.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Schwingen
Über Schwingen
Schwingen ist der Schweizer Nationalringkampf und gehört zusammen mit Steinstossen und Hornussen zu den traditionellen alpinen Sportarten. Belegt ist es seit dem 13. Jahrhundert; seine heutige Form festigte sich im 19. Jahrhundert mit Verband und einheitlichen Regeln. Gekämpft wird auf einem kreisrunden Sägemehlplatz von zwölf Metern Durchmesser, in kurzen Zwilchhosen (Schwingerhosen) über der gewöhnlichen Kleidung. Genau diese sind entscheidend: Gegriffen wird ausschließlich an ihnen — hinten am Bund und am Hosenbein. Den Körper oder das Hemd des Gegners darf man nicht fassen. Ziel ist es, den Gegner auf beide Schulterblätter zu legen und dabei durchgehend mindestens einen Griff an der Hose zu halten. Loslassen kostet einen Punkt. Die Schwünge tragen eigene Schweizer Namen — Kurz, Brienzer, Wyberhaken, Gammen — und es sind rund hundert. Die Kampfrichter bewerten jeden Gang auf einer Zehnerskala und beurteilen auch die Aktivität, nicht nur das Ergebnis. Die Feste finden unter freiem Himmel statt, mit Blasmusik und Gesang; Höhepunkt ist das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest alle drei Jahre, das Zehntausende anzieht. Kennzeichnend ist die Geste am Schluss: Der Sieger wischt dem Unterlegenen das Sägemehl vom Rücken. Der Sieger des grössten Festes trägt den Titel Schwingerkönig und erhält als Preis meist einen Stier — Geldpreise lehnt der Verband traditionell ab.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
