Kokh
ԿոխArmenisches Nationalringen, das mit einem Tanz zu den Klängen von Zurna und Dhol beginnt. Es siegt, wer den Gegner auf den Rücken wirft, das Greifen der Beine ist laut Hetq verboten.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kokh
Über Kokh
Kokh ist ein armenisches Nationalringen, das früher zu Hochzeiten und Festen gehörte, bei denen Männer ihre Kraft zeigten. Einen Gründer hat es nicht, es ist eine Volkstradition, und die Enzyklopädie Martial Arts of the World nennt es möglicherweise eine der ältesten Ringformen und einen wahrscheinlichen Einfluss auf die Entstehung des Sambo. Der Kampf beginnt mit der Musik von Zurna, Duduk und Dhol, die Ringer nähern sich im Tanzschritt, bis sie sich berühren, der Sieger führt nach dem Kampf einen Siegestanz auf und soll gegen alle Herausforderer antreten. Laut Hetq verbieten die Regeln Schläge unterhalb der Gürtellinie und das Greifen der Beine, und es siegt, wer den Gegner auf den Rücken wirft. Laut dem Verband ähneln die Regeln dem Freistil, Judo und Sambo, und ein Kampf dauert fünf Minuten, laut der Enzyklopädie fünf bis zehn.
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Das Internationale UNESCO-Zentrum für Kampfkünste unterscheidet zwei regionale Formen: Im Lori-Kokh tragen die Ringer das traditionelle Gewand Tschocha und schieben und ziehen den Gegner daran, im Schirak-Kokh ringen sie ohne Hemd in traditionellen Hosen und dürfen den Gegner an den Beinen greifen. Yuzbashyan spricht dagegen von einer westarmenischen und einer ostarmenischen Variante. Heute wird der Sport vom Kokh-Verband getragen, den 2017 der Weltmeister im griechisch-römischen Ringen Vaghinak Galstyan leitete und der im selben Jahr die nationale Meisterschaft der Erwachsenen in Wanadsor in acht Gewichtsklassen ausrichtete. Laut Hetq von 2018 nahm das Kulturministerium Kokh in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf, auf Armeniens Liste für dringenden Schutz steht es unter der Nummer 16 bei den Volksspielen, auf der UNESCO-Liste nicht. Das Statistische Komitee Armeniens erfasste 2021 in Sportorganisationen 126 Kokh-Ringer und acht Trainer.
Geschichte
Kokh, armenisch ԿՈԽ, auch Khokh geschrieben, ist laut der Enzyklopädie Martial Arts of the World möglicherweise eine der ältesten Ringformen und wahrscheinlich einer der Einflüsse, die das Sambo prägten. Es gehörte oft zu Hochzeiten und anderen Festen, wo Männer ihre Kraft zeigten und eventuell die künftige Braut anlockten. Gründer und Entstehungszeit haben wir in den Quellen nicht gefunden. Der sowjetische Dokumentarfilm Hamlet von Kamo des Studios Ekran von 1983 zeigt Kokh im Dorfleben, wo Jungen die Aufnahmeprüfung für die Kokh-Schule ablegen. Laut einem numismatischen Nachschlagewerk gab die Zentralbank Armeniens 2012 die Silbergedenkmünze Die Kunst des Kampfes – Kokh heraus.
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Laut Babayan und Nalbandyan (2017) gibt es Bestrebungen, ein fest systematisiertes Kokh unter Bewahrung von Musik und Tanz zu schaffen. Diese Bestrebungen hat laut dem Internationalen UNESCO-Zentrum für Kampfkünste die Covid-19-Pandemie gebremst. Den Kokh-Verband leitete 2017 Vaghinak Galstyan, Weltmeister im griechisch-römischen Ringen von 2001 und zweifacher Olympiateilnehmer, und der Verband richtete damals die nationale Meisterschaft der Erwachsenen in Wanadsor aus. Das Kulturministerium Armeniens nahm Kokh laut Hetq vom November 2018 in die Liste des immateriellen Kulturguts auf, in der Hoffnung auf eine spätere Aufnahme bei der UNESCO, die bisher nicht erfolgt ist. Auf der Liste von 2023 für das immaterielle Erbe Armeniens, das dringenden Schutz braucht, steht Kokh unter der Nummer 16 bei den Volksspielen.
Was es unterscheidet
Vom Freistil, Judo und Sambo, denen die Regeln laut Verband ähneln, unterscheidet sich Kokh durch Musik und Tanz, die den Kampf rahmen, und das von Hetq genannte Verbot, die Beine zu greifen. Die Enzyklopädie Martial Arts of the World sieht darin einen wahrscheinlichen Einfluss auf die Entstehung des Sambo. Lori- und Schirak-Form unterscheiden sich in der Kleidung und darin, ob Beingriffe erlaubt sind.
Technik
Der Kampf beginnt mit der Musik von Zurna, Duduk und Dhol, die Ringer nähern sich laut Hetq im Tanzschritt, bis sie sich berühren, und der Sieger führt nach dem Kampf einen Siegestanz auf. Ziel ist laut dem Internationalen UNESCO-Zentrum für Kampfkünste, den Gegner ohne Anheben und Drehen auf die Matte zu werfen, laut Hetq siegt, wer den Gegner auf den Rücken wirft, Schläge unterhalb der Gürtellinie und das Greifen der Beine sind verboten. Der Verband beschrieb die Regeln als ähnlich dem Freistil, Judo und Sambo, der Kampf dauert laut ihm fünf Minuten, laut dem Zentrum fünf bis zehn Minuten, und die Uniformen wurden unter Bewahrung nationaler Elemente modernisiert. Einen Punktsieg haben wir in den Quellen nicht gefunden. Zwei regionale Formen unterscheiden sich in Kleidung und Griffen: Im Lori-Kokh tragen die Ringer das traditionelle Gewand Tschocha und schieben und ziehen den Gegner daran, im Schirak-Kokh ringen sie ohne Hemd in traditionellen Hosen und dürfen den Gegner an den Beinen greifen, was dem von Hetq genannten allgemeinen Verbot widerspricht. Yuzbashyan unterscheidet eine westarmenische und eine ostarmenische Variante und nennt die Teilnehmer Tanzringer.
Training
Eine Beschreibung des Trainings haben wir in den Quellen nicht gefunden. Yuzbashyan befasste sich 2017 mit der Anpassung des Organismus von Tanzringern aller Altersklassen an die Wettkampfbelastung in der langfristigen Vorbereitung und legte dafür Trainingsaufgaben fest, verfügbar ist aber nur ein Abstract. Das Statistische Komitee Armeniens erfasste 2021 in Sportorganisationen zehn Kokh-Gruppen, acht Trainer und 126 Ringer, keine Frauen. Die Covid-19-Pandemie verkleinerte laut dem Internationalen UNESCO-Zentrum für Kampfkünste die Kokh-Klassen erheblich, und die Weitergabe der Tradition an die jüngere Generation kam teilweise zum Erliegen.
Graduierungen und Fortschritt
Kokh kennt weder Grade noch Titel. Die nationale Meisterschaft der Erwachsenen in Wanadsor im Oktober 2017 wurde in acht Gewichtsklassen gerungen, und ihre Ergebnisse sollten der Zusammenstellung der Nationalmannschaft dienen, Yuzbashyan erwähnt Messungen in verschiedenen Gewichtsklassen und Altersgruppen. Die genauen Grenzen der Klassen haben wir nicht gefunden.
Heute
Der Kokh-Verband veranstaltet Kämpfe und bemüht sich, den Sport zu bewahren und an künftige Generationen weiterzugeben. Im Oktober 2017 richtete er die nationale Meisterschaft der Erwachsenen in Wanadsor aus, zu der etwa hundert Sportler in acht Gewichtsklassen erwartet wurden, und Verbandspräsident Vaghinak Galstyan sprach vom Ziel, eine Kokh-Weltmeisterschaft auszurichten. Das Statistische Komitee Armeniens erfasste 2021 unter den nichtolympischen Sportarten zehn Kokh-Gruppen, acht Trainer und 126 Ringer in Sportorganisationen unter staatlicher Aufsicht. Kokh steht auf Armeniens Liste des immateriellen Erbes, das dringenden Schutz braucht und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport geführt wird, auf der UNESCO-Liste nicht.
Wissenswertes
Der sowjetische Dokumentarfilm Hamlet von Kamo von 1983 zeigt Jungen bei der Aufnahmeprüfung für die Kokh-Schule. Der Sieger soll laut Hetq gegen alle Herausforderer antreten. Die Silbergedenkmünze Die Kunst des Kampfes – Kokh von 2012 hat laut einem numismatischen Nachschlagewerk einen Nennwert von 1000 Dram und eine Auflage von bis zu 5000 Stück.
Häufige Fragen
Was ist Kokh?
Armenisches Nationalringen, einst Teil von Hochzeiten und Festen. Es beginnt mit Musik und Tanz, es siegt, wer den Gegner auf den Rücken wirft, und laut Hetq sind Beingriffe und Schläge unter die Gürtellinie verboten.
Welche Formen hat Kokh?
Das Internationale UNESCO-Zentrum für Kampfkünste unterscheidet das Lori-Kokh im Gewand Tschocha mit Schieben und Ziehen am Gewand und das Schirak-Kokh ohne Hemd, bei dem man die Beine greifen darf. Yuzbashyan spricht von einer west- und einer ostarmenischen Variante.
Ist Kokh als Kulturerbe geschützt?
Auf nationaler Ebene ja: Es steht auf Armeniens Liste des immateriellen Erbes, das dringenden Schutz braucht, unter der Nummer 16 bei den Volksspielen. Auf der UNESCO-Liste ist es nicht eingetragen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.