Kiripolu
Sri-lankischer Ringkampf als Griffteil der Angampora. Die Briten verboten 1817 das Üben von Kampfkünsten auf Ceylon, weshalb vieles der Tradition verloren ging.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kiripolu
Über Kiripolu
Kiripolu ist der sri-lankische Ringkampf und bildet den Griffteil der weiteren Angampora-Tradition. Diese gliedert sich in mehrere Teile: Angam umfasst den waffenlosen Kampf, Illangam den Kampf mit Waffen und Kiripolu eben das Ringen — Würfe, Mitnahmen, Hebel und Bodenkontrolle. Gerungen wird unbekleidet bis auf einen Lendenschurz, auf Erdboden, und zur Vorbereitung gehören Ölmassage und Atemarbeit aus der örtlichen Heiltradition; diese Verbindung von Kampfausbildung und Medizin kennzeichnet die ganze Angampora, wie auch das indische Kalaripayattu, mit dem sie einen Kulturraum teilt. Die Belegbarkeit ist dünner, als das der Tradition zugeschriebene Alter erwarten liesse, und dafür gibt es einen konkreten Grund. Nach dem Aufstand in der Provinz Uva 1817 verbot die britische Kolonialverwaltung das Üben von Kampfkünsten auf Ceylon, und das Verbot hielt Jahrzehnte; die Tradition wurde in Familien verborgen weitergegeben, vieles ging verloren. Zur Überlieferung gehört auch das sogenannte Maya Angam, die Lehre von den Vitalpunkten und vom Heilen; wie im Kalaripayattu gilt, dass wer verletzen kann, auch behandeln können muss.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
