Tegumi
手組Okinawanisches Volksringen ohne Schläge, heute fast ausgestorben. Funakoshi widmete ihm ein Kapitel — als Junge übte er es so oft wie Karate.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Tegumi
Über Tegumi
Tegumi ist das okinawanische Volksringen, heute als eigenständige Praxis so gut wie ausgestorben, historisch aber wichtig für das Verständnis des Karate. Es kennt weder Schläge noch Tritte; es ist reiner Griffkampf, gewonnen durch Niederlegen und Halten des Gegners. Es hat keine Grade, kein Dojo und keine Uniform. Gerungen wurde in Alltagskleidung am Strand oder auf dem Dorfplatz, oft als Zeitvertreib nach der Arbeit, und die einzige Regel lautete, dass nicht geschlagen werden darf. Der wertvollste Beleg ist die Autobiografie Gichin Funakoshis, der dem Tegumi ein eigenes Kapitel widmete und schrieb, er habe es als Junge ebenso oft geübt wie Karate. Darin liegt der Kern der Sache. Das okinawanische Karate enthält Elemente des Greifens, Reißens und Hebelns, Tuidi genannt, die gewöhnlich mit dem Tegumi als einheimischer Ringschicht erklärt werden, über die sich das chinesische Schlagen legte. Tegumi ist vom okinawanischen Sumo namens Shima zu unterscheiden, das mit Gürtelgriff gerungen wird. Die Angabe zur Entstehung im 14. Jahrhundert ist nicht belegt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
