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Hozoin-ryu Sojutsu

宝蔵院流槍術

Eine Schule des Speerkampfes, die in Nara der Mönch In'ei vom Kofuku-ji gegründet hat. Typische Waffe ist der Speer kama yari mit einer Querklinge in Kreuzform.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusWaffen
KontaktstufeLeichter Kontakt

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringNur Partnerübungen
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung2/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung2/5
Konditioneller Nutzen3/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Hozoin-ryu Sojutsu

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Über Hozoin-ryu Sojutsu

Hozoin-ryu ist eine Schule des sojutsu, des Kampfes mit dem Speer. Gegründet hat sie In'ei (1521–1607), ein Mönch des Tempels Kofuku-ji in Nara und Vorsteher von dessen Nebentempel Hozoin. Das Wörterbuch Daijisen nennt sie nach dem typischen Speer kama yari auch Kama Hozoin-ryu. Beim Gründungsjahr gehen die Quellen auseinander. Der Führer koryu.com und die englische Wikipedia nennen etwa das Jahr 1560, das Wörterbuch Kokugo daijiten setzt die Entstehung an den Beginn der Edo-Zeit, und die Schule selbst leitet ihren Anfang von 1553 ab. Laut Nihon Kobudo Kyokai lernte In'ei das Schwert gemeinsam mit Yagyu Munetoshi, die Enzyklopädie Britannica und das Wörterbuch Jinmei daijiten schreiben, er habe die erlernte Arbeit mit Schwert und Speer zu einem eigenen Stil mit dem Kreuzspeer verbunden. Technisch beruht die Schule auf dem Speer, dessen Spitze seitlich Querklingen trägt. Der Führer koryu.com nennt im Lehrplan sowohl den geraden Speer su yari als auch den kama yari. Hozoin-ryu spaltete sich später in mehrere Zweige auf. Die Mönchslinie im Tempel endete laut der englischen Wikipedia Anfang des 19. Jahrhunderts, und bis heute hat sich nur der weltliche Zweig Takada-ha erhalten. Nihon Kobudo Kyokai und Nihon Kobudo Shinkokai führen heute unter dem Namen Hozoin-ryu ausschließlich die Takada-ha. Der Unterricht setzt sich somit in Nara fort, wo die Schule entstand.

Geschichte

Der Gründer In'ei lebte laut der Enzyklopädie Heibonsha und dem Wörterbuch Jinmei daijiten von 1521 bis 1607. Er war Mönch des Tempels Kofuku-ji in Nara und später Vorsteher von dessen Nebentempel Hozoin. Heibonsha gibt an, dass er als junger Mann zuerst die Katori-Linie des Shinto-ryu erlernte. Nihon Kobudo Kyokai schreibt, er habe das Schwert gemeinsam mit Yagyu Munetoshi gelernt, und laut dem Wörterbuch Kokugo daijiten übernahm er die Speertechnik von einem weiteren Lehrer. Die Schule selbst gibt auf ihrer Website an, dass In'ei am 12. Januar 1553 im Morgengrauen von seinem Speerlehrer zwei geheime Prinzipien erhielt, und zählt von da an die Gründung der Schule. Das Wörterbuch Kokugo daijiten setzt die Entstehung dagegen an den Beginn der Edo-Zeit, der Führer koryu.com in die Zeit um 1560. Die Vorsteher des Nebentempels Hozoin führten die Schule nach In'ei weiter. Die Enzyklopädie Heibonsha nennt als zweiten Vorsteher Inshun (1589–1648) und zwei weitere Nachfolger. Die englische Wikipedia nennt für den dritten und vierten Vorsteher andere Jahre und schreibt, die Mönchslinie sei mit dem 1808 verstorbenen Vorsteher Inken zu Ende gegangen. Neben ihr entstand eine weltliche Linie, aus der die Zweige Nakamura-ha und Takada-ha hervorgingen.

Was es unterscheidet

Hozoin-ryu ist keine einzelne Linie, sondern die Mutterschule mehrerer Zweige. Die Enzyklopädie Heibonsha nennt fünf Zweige, darunter Nakamura-ha und Takada-ha. Die japanische Wikipedia nennt mehr davon und teilt sie danach ein, ob sie von In'ei oder von dessen Nachfolger Inshun ausgehen. Von den übrigen Zweigen unterscheidet sich die Takada-ha dadurch, dass sie als einzige überlebt hat. Nihon Kobudo Kyokai, Nihon Kobudo Shinkokai und der Führer koryu.com führen unter dem Namen Hozoin-ryu nur sie. Eine andere lebende Linie mit eigenem Stammbaum haben wir in den Quellen nicht gefunden.

Technik

Zentrale Waffe der Schule ist ein Speer mit kreuzförmiger Spitze, den Nihon Kobudo Kyokai kama yari und jumonji yari nennt. Laut der Enzyklopädie Britannica gelangte In'ei zu dieser Form, indem er die erlernte Arbeit mit Schwert und Speer in den Speer einbrachte und ihm eigene Anpassungen hinzufügte. Der Führer koryu.com nennt im Lehrplan neben dem kama yari auch den geraden Speer su yari. Dave Lowry beschreibt in einem Essay auf koryu.com, der Speer habe etwa zwei Fuß unter der Spitze einen halbmondförmigen Haken senkrecht zum Schaft gehabt. Kern der Technik ist laut ihm, in das Gelenk des Gegners zu stechen und die Waffe dann zu drehen, damit sich das Gelenk beugt und der Gegner fällt. Laut Lowry sind etwa zwanzig Kata mit dem Speer erhalten, und die heutigen Bewegungen unterscheiden sich stark von den ursprünglichen. Die Schule zitiert auf ihrer Website ein Sprichwort, wonach die Waffe beim Stechen ein Speer, beim Schneiden eine naginata und beim Ziehen eine Sichel ist. Die japanische Wikipedia gibt an, dass die Schule auch die Kunst der naginata überlieferte, deren Kata sich aber nicht erhalten haben.

Heute

Nihon Kobudo Kyokai führt die Schule als sein Mitglied Nummer 052, und zwar unter dem Namen Hozoin-ryu Takada-ha sojutsu. Schulleiter ist laut dieser Vereinigung ein Lehrer aus Kizugawa in der Präfektur Kyoto. Auch Nihon Kobudo Shinkokai hat in seiner Liste nur den Zweig Takada-ha. Die japanische Wikipedia gibt an, dass der Großteil der Kata der Mutterschule verloren ist und nur der Teil der Takada-ha erhalten blieb, der in Edo überliefert wurde. Laut derselben Quelle nimmt die Schule seit 2017 auch Frauen auf, und 2018 legte die erste Frau die Prüfung der unteren Stufe ab.

Wissenswertes

Über die Entstehung der Kreuzspitze wird eine Legende erzählt. Laut der Enzyklopädie Heibonsha sah In'ei das Spiegelbild des Mondes auf dem Wasser und fügte dem geraden Speer danach eine mondförmige Seitenklinge hinzu. Die Schule auf ihrer Website und die englische Wikipedia verbinden die Geschichte mit dem Sarusawa-Teich in Nara. Dave Lowry weist auf koryu.com darauf hin, dass sich die Geschichte nicht überprüfen lässt, und erwähnt auch eine Überlieferung mit einem Blitz statt des Mondes. Laut der Enzyklopädie Heibonsha und dem Wörterbuch Jinmei daijiten wird über In'ei überliefert, dass er die Kriegskunst für einen buddhistischen Mönch für unpassend hielt und im Tempel keine Waffen aufbewahrte. Lowry schreibt weiter, dass Historiker die Speerform oft mit Querspitzenspeeren in Verbindung bringen, wie sie die Ainu bei der Bärenjagd verwendeten.

Stile & Zweige

Hozoin-ryu Takada-ha Sojutsu宝蔵院流高田派槍術

Zweig der Schule Hozoin-ryu, den Takada Matabei im 17. Jahrhundert gründete. Er ist die einzige erhaltene Linie des Hozoin-Speerkampfs und kehrte nach Nara zurück.

Häufige Fragen

Wer gründete Hozoin-ryu?

Gegründet hat die Schule In'ei (1521–1607), ein Mönch des Tempels Kofuku-ji in Nara und Vorsteher von dessen Nebentempel Hozoin. Das Gründungsjahr nennen die Quellen unterschiedlich, koryu.com um 1560, die Schule selbst 1553.

Was ist kama yari?

Das ist ein Speer, dessen Spitze seitlich Querklingen trägt, sodass sie ein Kreuz bildet. Das Wörterbuch Daijisen nennt die Schule nach ihm auch Kama Hozoin-ryu.

Wird Hozoin-ryu bis heute geübt?

Ja, aber nur in einem Zweig. Nihon Kobudo Kyokai und Nihon Kobudo Shinkokai führen unter diesem Namen nur Hozoin-ryu Takada-ha, deren Unterricht in Nara fortgesetzt wird.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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