Komagawa Kaishin-ryu
駒川改心流Japanische Schwertschule des 16. Jahrhunderts aus der Shinkage-Linie; nur das Oberhaupt darf lehren, daher bleiben die Kata gleich.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Komagawa Kaishin-ryu
Über Komagawa Kaishin-ryu
Komagawa Kaishin-ryu ist eine japanische Schwertschule, gegründet von Komagawa Tarozaemon Kuniyoshi in der späten Muromachi- und der Azuchi-Momoyama-Zeit, also in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts; ein genaues Jahr nennen die Quellen nicht, weshalb diese Seite ebenfalls keines angibt. Die Linie stammt vom Shinkage-ryu ab. Mit dem Namen der Schule verbindet sich eine Geschichte, die sie selbst überliefert: Kamiizumi Nobutsuna soll Komagawa vorgehalten haben, er habe eine schlechte Angewohnheit, und Komagawa begriff mit der Zeit, dass damit seine Linkshändigkeit gemeint war. Das Erkennen der eigenen Anlage und der Umbau der Technik nach ihr gaben der Schule den Namen Kaishin, das erneuerte Herz. Der Lehrplan umfasst das lange Schwert Odachi, das kurze Schwert Kodachi und beide Schwerter zugleich, dazu die Naginata und den Eisenstab Jutte. Die Schule kennt eine ungewöhnliche Regel: Unterrichten darf allein das Oberhaupt, der Soke, und sonst niemand. Der Unterricht bleibt dadurch schmal, doch die Kata werden unverändert weitergegeben, was unter den klassischen Traditionen selten ist. 1767 hätte ein politischer Prozess die Schule beinahe vernichtet, in dem ihr Übender Fujii Umon wegen Majestätsbeleidigung hingerichtet wurde; die meisten Lehen schlossen danach ihre Zweigstellen. Heute führt Kuroda Tetsuzan die Schule als fünfzehntes Oberhaupt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
