Hakka Kuen (Hakka-Stile)
客家拳Sammelbezeichnung für die Südstile der Hakka. Gemeinsam sind ihnen die Nahdistanz, die Unterarmarbeit und Kraft aus dem Sinken statt aus dem Schwung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Hakka Kuen (Hakka-Stile)
Hakka Kuen, wörtlich „Faust der Hakka“, ist keine einzelne Schule, sondern eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe verwandter Südstile, die mit dem Volk der Hakka verbunden sind. Diese Seite nennt daher weder Gründer noch Jahr; Übende im Perlflussdelta verwendeten den Begriff 客家拳 genau für diese Familie, vor allem für die südliche Gottesanbeterin. Ihre Wiege ist das Becken des Dongjiang im Binnenland des östlichen Guangdong, aus dem die Begründer aller Hauptzweige stammen. Zur Familie gehören die südliche Gottesanbeterin mit den Linien Chow Gar, Chu Gar, Kwong Sai Jook Lum und Iron Ox sowie Bak Mei, die Weiße Augenbraue, und Lung Ying, der südliche Drache. Diese Stile stehen einander technisch näher als irgendeiner anderen südlichen Richtung. Die gemeinsamen Züge sind deutlich. Gearbeitet wird auf kurze Distanz, mit kurzen Brücken, also mit ständigem Kontakt der Unterarme. Kraft wird nicht durch Schwung erzeugt, sondern durch Sinken und Herausdrücken aus dem Körper, sodass ein Schlag keinen Anlauf braucht. Tritte sind begrenzt, der Schwerpunkt liegt in Händen und Armen. Dem entspricht die klebende Arbeit, bei der die Hände den Gegner nicht mit dem Blick, sondern durch Berührung kontrollieren. Die südliche Gottesanbeterin hat mit der nördlichen außer dem Namen nichts gemein; das ist die häufigste Verwechslung in dieser Gruppe. Die Familie verbreitete sich mit der Hakka-Diaspora nach Hongkong, Südostasien und weiter nach Übersee.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
