Lung Ying (Südlicher Drache)
龍形拳Ein südchinesischer Stil des Hakka-Raums, verbreitet durch Lam Yiu-gwai. Er arbeitet auf verkürzter Distanz und wechselt die Körperhöhe statt seitlich auszuweichen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Lung Ying (Südlicher Drache)
Lung Ying, „Drachengestalt“, ist ein südchinesischer Stil, der mit dem Hakka-Raum der Provinz Guangdong verbunden ist. Einen Gründer im gesicherten Sinn hat er nicht. Die Linie nennt einen Mönch namens Daai Yuk Sim Si, der um 1900 im Tempel Huashoutai am Berg Luofu unterrichtet haben soll, und führt dessen Lehre auf Ji Sin im 18. Jahrhundert zurück; beides ist historisch nicht belegbar. Der erste belegbare Träger ist sein Schüler Lam Yiu-gwai, der mehrere Schulen in Guangzhou eröffnete und den Stil in Südchina verbreitete. Sein enger Weggefährte war Cheung Lai-chuen, mit dem er Schulen gründete und dessen Bak Mei dem Lung Ying technisch am nächsten steht. Technischer Kern ist die Arbeit auf verkürzter Distanz. Statt seitlich auszuweichen, ändert sich die Körperhöhe – der Stand sinkt und steigt –, und die Arme halten ständigen Kontakt zu denen des Gegners, sodass Abwehr und Angriff auf einer Linie verlaufen. Dem entspricht das klassische Bild: Der Fortgeschrittene soll nicht führen, sondern „auf dem Wind reiten“, also auf das reagieren, was der Gegner selbst anbietet. Der Lehrplan verläuft in drei Stufen: Grundformen wie Sechzehn Bewegungen, dann klebende Hände, schließlich Formen wie die Pflaumenblütenfaust. Heute hält sich Lung Ying in Guangdong, in Hongkong und in Hakka-Gemeinden im Ausland.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
