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Kenpo Karate

Ed Parkers amerikanisches System aus den 1950ern. Es baut nicht auf einen starken Schlag, sondern auf eine schnelle Folge von Handtreffern.

Wichtige Daten

HerkunftslandVereinigte Staaten
Gründungsjahrum 1950
RegionNordamerika
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem20 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung4/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenAm Rande

Kataloge & Datenbanken für Kenpo Karate

👊 Technik-Datenbank16 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge

Über Kenpo Karate

Kenpo Karate, genauer American Kenpo, ist ein System, das Ed Parker in den 1950er Jahren zusammenstellte. Parker wurde 1931 auf Hawaii geboren, lernte bei William K. S. Chow und eröffnete 1954 eine eigene Schule in Provo, Utah; zwei Jahre später zog er nach Pasadena in Kalifornien, wo die International Kenpo Karate Association entstand. Von okinawanischem und japanischem Karate unterscheidet sich sein System in der Grundvorstellung vom Kampf. Es baut nicht auf einem starken Schlag aus festem Stand auf, sondern auf einer schnellen Folge von Handtreffern, von denen fünf oder zehn hintereinander landen, bevor der Gegner sich neu ordnen kann. Der Stand ist höher und beweglicher, die Beinarbeit kürzer, die Tritte tief. Parker schuf daneben einen eigenen theoretischen Bau: Er spricht von Angriffswinkeln, von Abwandlungen einer Technik je nach dem, was der Gegner tut, und davon, dass man eine Abfolge zerlegen und wieder zusammensetzen können muss. Die Selbstverteidigungsabläufe tragen eigene Namen wie Delayed Sword oder Five Swords und werden in fester Reihenfolge nach Graden gelernt. Parker war auch Organisator. Ab 1964 veranstaltete er in Long Beach ein internationales Turnier, auf dem Bruce Lee erstmals öffentlich auftrat. Nach Parkers Tod 1990 zerfiel die Organisation in mehrere Zweige, eine einheitliche Führung hat das System nicht. Hinzuzufügen ist, dass das Wort Kenpo oder Kempo mehrere nicht verwandte Linien bezeichnet, etwa das japanische Kosho-ryu oder das hawaiianische Kajukenbo, und American Kenpo nur eine davon ist.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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