Fu Jow Pai
虎爪派Ein südchinesischer Stil, gebaut auf Greifen und Reissen mit der Hand als Tigerklaue. 1957 wurde er eine der ersten öffentlich in den USA gelehrten chinesischen Künste.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Fu Jow Pai
Über Fu Jow Pai
Fu Jow Pai, der Tigerklauen-Stil, ist eine südchinesische Kunst, gebaut auf ein einziges Bild: den Tiger, der sich in die Beute schlägt und reisst. Die Hand hält die Form einer Klaue mit gespannten Fingern und dient zum Greifen, Reissen und Zerren — nicht zum Faustschlag, wie anderswo üblich. Ziele sind die weichen Stellen: Hals, Handgelenk, Ellbogen, Muskelansätze und Gesicht. Der Stil ist bewusst angreifend und rechnet nicht mit Abwarten; wer ihn übt, drückt vorwärts und nimmt dem Gegner die Distanz. Die Stellungen sind tiefer als in nordchinesischen Stilen, die Arme werden näher am Körper geführt. Die Überlieferung führt die Linie auf den Mönch Wong Fook Do vom Hoy-Hong-Tempel zurück und verbindet sie mit der schwarzen Tigerschule; belegt beginnt die Linie im 20. Jahrhundert. Die Verbreitung ausserhalb Chinas hat ein konkretes Datum — Wong Bil Hong eröffnete 1957 in New Yorks Chinatown die erste öffentliche Schule, als chinesische Künste Aussenstehenden noch kaum gelehrt wurden. Zum Training gehört das Abhärten von Fingern und Griff — Umfassen von Gefässen, Kratzen im Sand und Arbeit mit Gewichten —, denn ohne Fingerkraft bleibt die Klaue nur eine Handform.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
