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Choukhe (Kurdisches Jackenringen)

Choukhe ist ein Jackenringen, das vor allem Kurden im Nordosten des Iran in Chorasan betreiben. Gegriffen wird nur über der Taille, gerungen wird barfuß zu Trommel und Oboe.

Wichtige Daten

HerkunftslandIran
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieVolkstümlich

Training

Rolle der WaffenOhne Waffen

Organisation & Wettkampf

GraduierungenNein
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

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Über Choukhe (Kurdisches Jackenringen)

Choukhe, auf Persisch koshti-ye ba choukhe, ist ein traditionelles Jackenringen aus der Region Chorasan im Nordosten des Iran. Nach Moshtagh Khorasani wird es vor allem von kurdischen Stämmen betrieben, die in Chorasan leben, in den Städten Bodschnurd, Esfarajen, Kutschan, Fariman und Tscheneran. Der Name bedeutet „mit Choukhe“, also mit einer Jacke, und das Wort ist nach Abbasi persischen Ursprungs. Seine Wurzeln liegen nach demselben Autor in der Schlachtvorbereitung, gerungen wurde zu Nowruz, an Feiertagen, bei Hochzeiten und nach der Ernte. Nach Moqqadam Sijarat war auch Nader Qoli, der spätere Gründer der Afscharidendynastie, ein fähiger Ringer. Einen Gründer oder ein Entstehungsjahr konnten wir nicht belegen.

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Die Ringer halten sich an der Jacke fest und versuchen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Gegriffen wird nur über der Taille, die Beine des Gegners dürfen nicht berührt werden, erlaubt sind Beinstellen, Fegen, Hüftwürfe und Armverdrehungen, am Boden wird nicht gekämpft. Ein Fall ist die Berührung des Bodens mit der Schulter. Nach UWW dauert ein Kampf fünf Minuten mit drei Minuten Verlängerung, gerungen wird barfuß in einem Kreis auf Lehm, und der Kampf wird von der Trommel Dohol und der Oboe Sorna begleitet. Früher gab es kein Zeit- und Gewichtslimit, und drei Gewichtsklassen kamen nach Mohammad Dschahani 1983 nach dem Tod eines Champions. Der Hauptwettbewerb findet laut der Agentur Mehr jedes Jahr am 14. Farwardin statt, einen Tag nach dem Ende der Neujahrsfeiertage, in der Arena in Esfarajen, wo der Sieger Geld, Schafe, Kamele oder Teppiche erhält. Das Ringen wurde laut Mehr 2008 in das nationale immaterielle Erbe des Iran aufgenommen. Am 20. April 2025 unterzeichneten UWW und der Iranische Ringerverband ein Memorandum, mit dem Choukhe in die Reihe der assoziierten Stile der UWW eintrat.

Geschichte

Moshtagh Khorasani beschrieb 2014 das Ringen ba Choukhe als Ringen aus der Region Groß-Chorasan, dessen Wurzeln er in der Schlachtvorbereitung sieht, mit Betonung auf Griffen und Würfen aus tiefer Stellung. Er schreibt selbst, dass es zu dem Thema keine internationale Literatur gibt und er sich auf iranische Bücher und ein Feldinterview stützt. Nach Abbasi, den er zitiert, wird es vor allem von kurdischen Stämmen in Chorasan betrieben und findet in Kutschan, Bodschnurd, Esfarajen, Fariman und Tscheneran statt. Gerungen wurde zu Nowruz, an Staatsfeiertagen, bei Hochzeiten und nach der Ernte. Nach Moqqadam Sijarat war auch Nader Qoli (1688 bis 1747), der spätere Gründer der Afscharidendynastie, ein fähiger Ringer, und der berühmte Pahlawan Akbar Chorasani aus der Kadscharenzeit soll nach einer Niederlage in Teheran ein halbes Jahr mit den Ringern von ba Choukhe in Tscheschme Gilas trainiert und das Wegtreten der Beine gelernt haben. Die Turkmenen im Norden Chorasans hatten ein eigenes Hochzeitsringen, Goresch, und die Ringer von ba Choukhe fuhren in ihre Dörfer, um zum Kampf herauszufordern. Bidaki brachte 2018 die kurmandschische Jacke und das Ritual des Anlegens mit der zoroastrischen Sedre in Verbindung.

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Ursprünglich rang man in Alltagskleidung mit hochgekrempelten Ärmeln und einem Schal um die Taille, ab 1950 in knielangen Hosen und einer ärmellosen Jacke aus steifer Schaf- oder Kamelwolle namens Choukhe, und ab 1962 wurde die Wolle durch Leinen ersetzt. Ohne Zeit- und Gewichtslimit kam es zu schweren Verletzungen und Todesfällen, und so wurden nach Mohammad Dschahani 1983 nach dem Tod des Champions Alireza Dartumi drei Gewichtsklassen bis 70 kg, 70 bis 80 kg und über 80 kg eingeführt. Laut der Agentur Mehr wurde das Ringen 2008 in das nationale immaterielle Erbe des Iran aufgenommen. Am 20. April 2025 unterzeichneten UWW und der Iranische Ringerverband ein vierjähriges Memorandum, mit dem Choukhe in die Reihe der assoziierten Stile der UWW eintrat.

Was es unterscheidet

Nach Moshtagh Khorasani erinnert ba Choukhe in Stand und Würfen an Judo und Jujutsu: Die Ringer halten Jacken fest und versuchen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, Bodentechniken oder Würgen gibt es hier nicht. Vom Freistil unterscheidet es sich dadurch, dass beide Ringer eine Jacke und kurze Hosen tragen, sodass Überraschungsangriffe auf die Beine schwer auszuführen sind und man sich an der Jacke auf Distanz hält. Nach Bolur, den Moshtagh Khorasani zitiert, wurde der Großteil der Techniken des iranischen Freistils aus ba Choukhe übernommen. Die Turkmenen im Norden Chorasans haben ein eigenes Ringen, Goresch. Eine Verwandtschaft mit den Gürtelringkämpfen Zentralasiens konnten wir in Fachquellen nicht belegen.

Technik

Die Ringer halten die Jacke und versuchen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, und der Kampf beginnt nach Moshtagh Khorasani immer im Stand mit einer Kraftprobe. Gegriffen wird nur über der Taille, die Beine des Gegners dürfen nach UWW nicht berührt werden. Erlaubt sind alle Arten von Beinstellen, Fegen, seitliche Hüftwürfe und Armverdrehungen, verboten sind Beingriffe unter dem Knie, Suplexe, der Kreuzgriff an der Jacke, das Ausziehen der Jacke über den Kopf und der Beinhebel, und am Boden darf nach dem Aufprall nur wenige Sekunden weitergekämpft werden. Mohammad Dschahani teilt die Techniken in vier Gruppen ein, je nachdem, ob sie vor allem mit den Beinen, den Armen, dem Hals und der Taille oder gemischt arbeiten, und Moshtagh Khorasani hielt dreißig Techniken aus der Literatur und vom Meister Haschem Asadi aus Bodschnurd fest.

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Ein Fall ist nach UWW die Berührung des Bodens mit einer Schulter, nach Moshtagh Khorasani auch ein Sitz mit beiden Schultern am Boden oder ein Aufprall auf den Rücken in einem Winkel unter neunzig Grad. UWW bewertet das Zubodenbringen mit einem Punkt, einen Wurf außerhalb des Kreises mit zwei Punkten und innerhalb mit einem. Nach UWW wird im Lehmkreis gerungen, mehrere Kämpfe können gleichzeitig laufen, Moshtagh Khorasani nennt eine Fläche von 12 mal 12 Metern, meist auf einer Wiese, Mehr einen Lehmkreis von etwa zehn Metern Durchmesser. Die Kleidung unterscheidet sich je nach Quelle: UWW beschreibt ein T-Shirt mit Ärmeln bis zu den Ellbogen, eine Jacke, Shorts und einen festen Stoffgürtel, hinten geknotet, Moshtagh Khorasani eine ärmellose Jacke, lange schwarze Tonban-Hosen, über die Knie umgeschlagen, und einen rot-blauen Wollschal als Gürtel. Gerungen wird barfuß.

Training

Eine Beschreibung des Trainings konnten wir in den Quellen nicht belegen. Nach den Regeln bei Moshtagh Khorasani qualifiziert sich ein Ringer in der Stadtrunde, legt ein ärztliches Attest vor und wird am ersten Tag gewogen, Jugendliche belegen ihr Alter mit einem Ausweis. Der Veranstalter zahlt Ringern und Trainern Unterkunft und Verpflegung im Lager am Tag vor und nach den Kämpfen sowie die Busfahrt. Fünf Kampfrichter überwachen den Kampf, einer in der Mitte und vier in den Ecken, und entscheiden mit Stimmenmehrheit. Vor dem Kampf vollziehen die Ringer rituelle Waschung und Gebet. Jede der drei Provinzen Chorasans hat eine eigene Meisterschaft, danach folgt eine große Meisterschaft zwischen den Provinzen.

Graduierungen und Fortschritt

Choukhe kennt keine Grade oder Titel. Nach den Regeln bei Moshtagh Khorasani wird in zwei Gruppen gerungen: Jugendliche bis höchstens sechzehn Jahre mit einem Mindestgewicht von 40 kg und Champions ohne Altersgrenze mit einem Mindestgewicht von 70 kg, bis 1983 wurde ohne Gewichtsklassen gerungen, dann in drei Klassen bis 70, bis 80 und über 80 kg. Erwachsene Sieger erhielten eine Stute, eine Milchkuh und einen Widder, Jugendliche eine Goldmedaille, nach Mehr heute Geld, Münzen, Schafe, Kamele, Zucker und handgewebte Teppiche. Die aktuellen Kategorien nach den UWW-Regeln von 2025 konnten wir nicht belegen.

Heute

Der Hauptwettbewerb findet laut der Agentur Mehr jedes Jahr am 14. Farwardin statt, einen Tag nach dem Ende der Nowruz-Feiertage, in der Zeinolchan-Arena in Esfarajen in der Provinz Nord-Chorasan. Die Musik von Dohol-Trommel und Sorna-Oboe beginnt mit dem Kampf, die Menschen füllen die Straßen zur Arena, und die Geschäfte schließen. Der Sieger erhält Geld und Münzen, Schafe, Kamele, Zucker und handgewebte Teppiche. Ein Kampf dauert heute nach Mehr zehn Minuten, früher gab es kein Zeitlimit, und es siegte, wer den Gegner dreimal auf den Rücken legte. Nach der UWW-Beschreibung von 2025 dauert ein Kampf fünf Minuten, und bei Gleichstand folgen eine einminütige Pause und eine dreiminütige Verlängerung, in der gewinnt, wer als Erster punktet. Moshtagh Khorasani nannte 2014 zehn Minuten mit fünf Minuten Verlängerung bei Erwachsenen und kürzere Kämpfe für Jugendliche.

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Chorasan ist in die Provinzen Razavi, Nord- und Süd-Chorasan unterteilt, jede hat eine eigene Meisterschaft, und danach findet eine Meisterschaft zwischen den Provinzen statt. Die Organisation, die die Wettbewerbe veranstaltet, beschreibt Moshtagh Khorasani als lokal und traditionell, nicht professionell, mit dem Bemühen, die Regeln an internationale Wettkämpfe anzupassen. Am 20. April 2025 unterzeichneten UWW und der Iranische Ringerverband ein vierjähriges Memorandum, mit dem Choukhe in die Reihe der assoziierten Stile der UWW eintrat. Auf der UNESCO-Liste hat der Iran seit 2010 nur die Rituale Pahlevani und Zurchaneh, Choukhe wird darin nicht erwähnt.

Wissenswertes

Nach Moshtagh Khorasani nehmen einige Ringer von ba Choukhe erfolgreich an Judowettbewerben teil. Der Pahlawan Akbar Chorasani trug der Überlieferung nach wegen seiner Zähigkeit den Spitznamen Saqpa, Hundebein. Nach Abbasi dürfen Ringer vor dem Kampf nicht direkt in Richtung der Sterne gehen, sonst würden sie angeblich verlieren. Socken und Lederschuhe Charoq werden vor dem Kampf ausgezogen, und gerungen wird barfuß.

Häufige Fragen

Wo wird Choukhe gerungen?

In Chorasan im Nordosten des Iran, vor allem bei den dortigen kurdischen Stämmen in den Städten Bodschnurd, Esfarajen, Kutschan, Fariman und Tscheneran. Der Hauptwettbewerb findet jedes Jahr am 14. Farwardin in Esfarajen statt.

Welche Regeln hat Choukhe?

Die Ringer fassen die Choukhe-Jacke nur über der Taille, und die Beine des Gegners dürfen nicht berührt werden. Fall ist die Berührung des Bodens mit der Schulter, UWW vergibt Punkte für Zubodenbringen und Würfe. Nach UWW dauert ein Kampf fünf Minuten plus drei Minuten Verlängerung.

Ist Choukhe international anerkannt?

Ja, seit dem 20. April 2025: Mit einem Memorandum von UWW und Iranischem Ringerverband zählt Choukhe zu den assoziierten Stilen der UWW. Auf der UNESCO-Liste steht es nicht eigenständig.

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