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Chaquan

查拳

Chinesische Faust der muslimischen Hui aus dem Kreis Guanxian in Shandong, eingetragen in die staatliche Liste des immateriellen Erbes. Sie beruht auf tantui-Übungen und zehn Formen.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandChina
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung3/5
Konditioneller Nutzen4/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Chaquan

👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge
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Über Chaquan

Chaquan ist ein chinesischer Faustkampfstil, der mit dem muslimischen Volk der Hui verbunden ist. Im Jahr 2008 wurde er als Position VI-32 für den Kreis Guanxian in der Provinz Shandong in die staatliche Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas eingetragen. Nach der staatlichen Beschreibung wurde er lange nur unter Muslimen in den Hui-Dörfern von Guanxian gelehrt und verbreitete sich erst später unter Muslimen im ganzen Land.

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Über den Ursprung berichten die Quellen unterschiedlich. Die staatliche Beschreibung verlegt die Entstehung in die Tang-Dynastie. Während des An-Shi-Aufstands liehen sich die Tang ihr zufolge ein Heer aus dem westlichen Land Dashi, und den verwundeten jungen General Hua Zongqi pflegten Muslime im Dorf Zhangyinzhuang. Hua lehrte sie dann seine Faustkunst und lud aus Hami seinen älteren Mitschüler Zha Yuanyi ein. Aus den Namen beider Meister entstand chahuaquan, verkürzt zu chaquan. Ein Artikel in der begutachteten Zeitschrift Tiyu xuekan nennt den legendären Gründer Zha Mi'er und die Ansicht des Meisters Zhang Wenguang, es handle sich um eine Verballhornung des Namens Sha Mi'er und der Schöpfer sei Sha Liang gewesen, ein militärischer Jinshi-Absolvent aus dem fünften Jahr der Yongzheng-Ära. Der Autor des Artikels kommt nach Feldforschung zu dem Schluss, dass Sha Liang nur ein wichtiger Meister in der Überlieferung des Stils war. Den Gründer und das Entstehungsjahr konnten wir nicht belegen. Grundlage des Stils ist tantui, an das sich zehn Formen des chaquan und Übungen mit Speer, Stock, Säbel und Schwert anschließen. Die Bewegungen sind nach der staatlichen Beschreibung ausladend und der Rhythmus klar. Um die Qianlong-Ära spalteten sich in Guanxian zwei Zweige ab, der Zhang-Zweig und der Yang-Zweig. In der Neuzeit verbreitete sich das chaquan nach der staatlichen Beschreibung nach Shanghai, Beijing und in weitere Provinzen, nach 1949 begann es sich weit zu verbreiten, und die neuen Formen des changquan und das Wettkampf-Wushu übernahmen viele Bewegungen. Staatliche Träger der Tradition sind Wang Xiufen und Sha Zongchao, beide vom Volk der Hui.

Geschichte

Das chaquan wurde 2008 als Position VI-32 für den Kreis Guanxian in der Provinz Shandong in die staatliche Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas eingetragen. Die staatliche Beschreibung verlegt seine Entstehung in die Tang-Dynastie. Während des An-Shi-Aufstands liehen sich die Tang ihr zufolge ein Heer aus dem westlichen Land Dashi, und den im Kampf verwundeten jungen General Hua Zongqi pflegten Muslime im Dorf Zhangyinzhuang in Guanxian. Nach seiner Genesung lehrte er sie seine Faustkunst jiaziquan, und weil sich viele Schüler zu ihm bekannten, lud er aus Hami seinen älteren Mitschüler Zha Yuanyi ein, der die Faustkunst shenfashi lehrte. Nach dem Tod beider Meister nannten die Einheimischen jiaziquan huaquan und shenfashi chaquan, und weil Cha und Hua seit jeher eine Familie sind, beide zusammen chahuaquan, verkürzt chaquan.

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Nach der staatlichen Beschreibung wurde das chaquan nur unter Muslimen gelehrt und verbreitete sich selten nach außen, in Guanxian vor allem in der westlichen und südlichen Straße der Kreisstadt, in Zhangyinzhuang und in mehr als zehn Dörfern des Hui-Volkes. Ein Artikel in der begutachteten Zeitschrift Tiyu xuekan von Autoren der Universität Lanzhou bezeichnet es als berühmte Faustkunst der religiösen Gemeinschaft der Hui, nach außen bekannt als huihuiquan. Derselbe Artikel nennt den legendären Gründer Zha Mi'er und zitiert Professor Zhang Wenguang, demzufolge es sich um eine Verballhornung des Namens Sha Mi'er handle und der wahre Schöpfer Sha Liang gewesen sei. Sha Liang mit dem Beinamen Fliegender Fuß war ein militärischer Jinshi-Absolvent aus dem fünften Jahr der Yongzheng-Ära und ist der erste in den offiziellen Geschichtswerken verzeichnete Meister des chaquan. Der Autor des Artikels kommt auf Grundlage von Feldforschung und Dokumentenstudium zu dem Schluss, dass Sha Liang nur ein wichtiger Meister in der Geschichte der Überlieferung des Stils war, nicht dessen Schöpfer. Den Gründer und das Entstehungsjahr konnten wir nicht belegen. Um die Qianlong-Ära der Qing-Dynastie bildeten sich in Guanxian nach der staatlichen Beschreibung zwei Zweige, der Zhang-Zweig, vertreten durch Zhang Qiwei aus Zhangyinzhuang, und der Yang-Zweig, vertreten durch Yang Hongxiu aus der Südstraße der Stadt. Die staatliche Beschreibung nennt Meister beider Zweige, darunter Zhang Yingzhen, Wang Ziping, Chang Zhenfang und Zhang Wenguang. Der Artikel in Tiyu xuekan nennt zusätzlich Ma Yongzhen und He Fusheng und erinnert an Wang Ziping mit dem Beinamen König der göttlichen Kraft von tausend Pfund.

Was es unterscheidet

Die zwei Zweige aus Guanxian unterscheiden sich laut staatlicher Beschreibung im Ansatz. Zhangs chaquan ist schnell und flink mit strenger Fausttechnik, Yangs chaquan ausladend und großzügig, mit korrekten Stellungen und runden Techniken. Chaquan und huaquan, mit anderem Schriftzeichen geschrieben, die Faust des Meisters Hua Zongqi, sind laut staatlicher Beschreibung eine Familie, beide vereinten sich später als chahuaquan. Gemeint ist nicht das huaquan der Familie Cai aus Jining, das anders geschrieben wird. Neue Formen des changquan und modernes Wettkampf-wushu übernahmen laut staatlicher Beschreibung viele Bewegungen und ihren Stil aus dem chaquan.

Technik

Nach der staatlichen Beschreibung beruht das chaquan auf tantui, an das sich zehn chaquan-Formen und Waffenarbeit mit Speer, Stock, Säbel und Schwert anschließen. Die Bewegungen sind ausladend, der Rhythmus klar und ausgeprägt. Die Zahl der tantui-Reihen nennt die staatliche Beschreibung nicht. Die englische Wikipedia nennt zehn tantui-Reihen für die Grundkraft und zehn längere chaquan-Formen und fügt den Waffen das Guandao und Hakenschwerter hinzu. Zehn tantui-Reihen, das Guandao und Hakenschwerter haben wir in anderen Quellen nicht gefunden.

Heute

Nach der Gründung der Volksrepublik China fielen laut staatlicher Beschreibung die ethnischen Schranken, und chaquan begann sich weit zu verbreiten. Heute ist er eine der berühmten Kampfkunstschulen mit großem Einfluss und vielen Praktizierenden im ganzen Land. Er hat eine breite Basis im Südwesten von Shandong und verbreitete sich in der Moderne nach Shanghai, in die Provinzen Jiangsu, Henan und Shanxi, nach Beijing und Yunnan. Staatliche Träger der chaquan-Tradition für Guanxian sind laut staatlichem Verzeichnis Wang Xiufen und Sha Zongchao, beide vom Volk der Hui. Die staatliche Beschreibung warnt zugleich, dass mit dem allgemeinen Niedergang der Kampfkünste die vollständige Weitergabe des chaquan schwierig und seine Rettung und sein Schutz dringend seien.

Wissenswertes

In der Welt der Kampfkünste überliefert man laut staatlicher Beschreibung das Sprichwort nan quan bei tui Shandong Cha, also südliche Fäuste, nördliche Tritte und der Shandong-Cha. Die englische Wikipedia gibt an, dass General Li Jinglin 1929 fünf Meister auswählte, die den Norden Chinas im südlichen guoshu-Institut vertreten sollten, und unter ihnen war der chaquan-Meister Wang Shaozhao. Laut der Zeitung China Times schrieb Cai Longyun, Meister des huaquan der Familie Cai aus Jining, auch das Buch Fünf Wege des chaquan.

Häufige Fragen

Was ist chaquan?

Chaquan ist ein chinesischer Faustkampfstil, der mit dem Volk der Hui verbunden ist. Im Jahr 2008 wurde er für den Kreis Guanxian in Shandong in die staatliche Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas aufgenommen.

Wer hat chaquan gegründet?

Einen Gründer konnten wir nicht belegen. Die staatliche Beschreibung erzählt von den Meistern Hua Zongqi und Zha Yuanyi aus der Tang-Zeit, ein begutachteter Artikel nennt den legendären Zha Mi'er und Sha Liang als den ersten in der offiziellen Geschichtsschreibung verzeichneten Meister.

Wie hängt chaquan mit dem Volk der Hui zusammen?

Laut staatlicher Beschreibung wurde chaquan lange nur unter Muslimen in den Dörfern des Volkes der Hui in Guanxian gelehrt und verbreitete sich erst später im ganzen Land. Beide heutigen staatlichen Träger der Tradition stammen aus dem Volk der Hui.

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