Chaquan
查拳Ein Langfaust-Stil aus Shandong, eng mit chinesischen Muslimen verbunden. Große Reichweite, Akrobatik und zehn Tantui-Trittreihen als Kraftbasis.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Chaquan
Über Chaquan
Chaquan ist ein nordchinesischer Langfaust-Stil aus Shandong, der eng mit den chinesischen Muslimen, also dem Volk der Hui, und über sie mit den turkstämmigen Bevölkerungen Zentralasiens verbunden ist. Diese Verbindung ist dem Stil anzumerken, und sie ist auch das Einzige, was die Quellen über seinen Ursprung tatsächlich belegen. Die Überlieferung, wonach die Kunst am Ende der Ming-Dynastie von einem turkstämmigen Krieger namens Zha Mi-Er zu den einheimischen Menschen gebracht wurde, bezeichnet die Quelle ausdrücklich als Legende; der Name des Stils soll sich womöglich von seinem Namen ableiten, doch auch das wird nur als Möglichkeit angegeben, ähnlich wie die Deutung aus dem türkischen Wort für Eisen. Der Katalog hat deshalb den zuvor genannten Gründer sowie das Jahr 1590 aus den Feldern entfernt. Technisch ist Chaquan eine typische Langfaust-Kunst: Er wirkt auf große Distanz, mit weit ausholenden Stellungen und mit einer Geschwindigkeit, die mit Kraft verbunden ist, und dazu gehören auch akrobatische Elemente im Sprung. Die Grundlage bilden zehn Trittreihen namens Tantui, auf denen die Kraft aufgebaut wird, gefolgt von zehn längeren Formen des eigentlichen Chaquan. An Waffen werden Stock, Säbel, Schwert, Speer, Kwandao und Hakenschwerter geübt. Von den neuzeitlichen Meistern nennen die Quellen Wang Ziping, berühmt für seine große Kraft, sowie Zhang Wenguang, Ma Jinbiao und Liu Hongchi.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
