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Zui Quan (Betrunkene Faust)

醉拳

Gruppe chinesischer Stile, die einen Betrunkenen nachahmen; die Instabilität ist Täuschung und Kraftquelle zugleich.

Wichtige Daten

HerkunftslandChina
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatFormen
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenAm Rande

Über Zui Quan (Betrunkene Faust)

Zui quan, die betrunkene Faust, ist keine einzelne Schule, sondern eine Gruppe von Kampfweisen, die die Bewegung eines Betrunkenen nachahmen. In den chinesischen Kampfkünsten erscheint sie eher als fortgeschrittene Ebene innerhalb größerer Systeme denn als eigenständiger Stil: Eigene betrunkene Formen besitzen die Shaolin-Überlieferung, Hung Gar, Choy Li Fut und zahlreiche weitere Schulen. Das Prinzip ist einfach und zugleich anspruchsvoll: Der Übende versetzt sich selbst in Instabilität, beugt und dreht den Rumpf in alle Richtungen, schwankt und strauchelt, und gerade aus diesen Stürzen und Gewichtsverlagerungen zieht er die Kraft des Schlages. Die scheinbare Hilflosigkeit ist eine Täuschung, die den Gegner zu einem übereilten Angriff ins Leere verleiten soll. Neben Schlägen umfasst das Repertoire Griffe, Hebel und Würfe, und technisch nähert es sich den inneren Stilen, weil es mit Lösen und mit der Führung der Kraft durch den Körper arbeitet und nicht mit Verspannung. Die bekannteste überlieferte Form ist die Trunkenheit der acht Unsterblichen, in der jeder Abschnitt einer Gestalt der taoistischen Mythologie entspricht und eine eigene Kampflogik trägt. Die Geschichte des Stils ist weitgehend Legende: Die Erzählungen vom Shaolin-Mönch, der nach dem Weingenuss seine Mitbrüder besiegte, und von Wu Song aus dem Roman Die Räuber vom Liang-Schan-Moor finden in den Quellen keine Stütze, und weder Zeit noch Ort der Entstehung lassen sich bestimmen. Diese Seite nennt daher weder einen Gründer noch ein Jahr. Das heutige Zui quan im Wettkampf-Wushu ist eine eigene Disziplin, deutlich akrobatischer und theatralischer als die überlieferten Fassungen; zur weltweiten Bekanntheit verhalf dem Stil der Film Drunken Master von 1978.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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