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Shorinji Ryu Renshinkan

少林寺流錬心舘

Eine okinawanische Linie, die 1955 nach Kagoshima verpflanzt wurde und den Kampf mit Bogu-Schutzausrüstung einführte, bevor dies im Karate üblich war.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1955
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem20 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungSchutzausrüstung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenAm Rande

Kataloge & Datenbanken für Shorinji Ryu Renshinkan

👊 Technik-Datenbank16 Einträge
📖 Glossar66 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Shorinji Ryu Renshinkan

Shorinji-ryū Karate-dō Renshinkan wurde am 8. November 1955 von Isamu Tamotsu in Koma-chō in Kagoshima gegründet. Die Schule entstand nicht tatsächlich auf den japanischen Hauptinseln, sondern wurde dorthin nur übertragen. Ihre Linie verläuft von Okinawa über Matsumura Sokon und Kyan Chotoku zu Nakazato Joen, der den Stil nach dem Shaolin-Kloster in China benannte. Tamotsu war derjenige, der ihn von Okinawa nach Japan brachte, und das tat er in den fünfziger Jahren. Es ist leicht, diese Schule mit der ähnlich klingenden Shorinji-ryū Kenkokan zu verwechseln, doch es handelt sich tatsächlich um zwei getrennte Schulen mit getrennten Linien, und die Namensähnlichkeit darf nicht mit einem gemeinsamen Ursprung verwechselt werden. Aus wettkampftechnischer Sicht sticht Renshinkan dadurch hervor, dass es sich zu einer Zeit, als das im Karate noch nicht üblich war, für den Kampf mit einer Schutzausrüstung namens Bogu einsetzte. Dieser Ansatz folgt einer eigenen inneren Logik: Die Schutzausrüstung wird nicht als Zugeständnis oder Abschwächung der Kunst verstanden, sondern als genau jene Bedingung, unter der eine Technik mit voller Intensität ausgeführt und dennoch bis zum Treffer durchgezogen werden kann, statt kurz vor dem Ziel zurückgehalten und gestoppt zu werden. Die Schule bekennt sich zu den sogenannten sieben Tugenden des Budō — Mitgefühl, Mut, Ehre, Demut, Treue, Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit — und versteht das Training als Mittel zur Formung des ganzen Menschen, nicht bloß als Einübung von Kampffertigkeiten. Die Leitung der Schule ist innerhalb der Familie des Gründers geblieben: Zweiter sōke war sein Sohn Iwao Tamotsu, der von 1945 bis 2016 lebte.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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