Nippon Kempo
日本拳法Ein japanisches Vollkontaktsystem von 1932, das der Bogu-Rüstung des Kendo Schläge und Würfe hinzufügte. Das erste japanische Format mit vollen Kopftreffern.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Nippon Kempo
Über Nippon Kempo
Nippon Kempo begründete 1932 Muneomi Sawayama und löste damit ein Problem, das die japanischen Kampfkünste der Zeit teilten: Karate wurde in Kata und im Punktkampf ohne Kontakt geübt, Judo hatte Kontakt, verbot aber Schläge, und nirgends konnte man mit voller Kraft auf einen wirklichen Gegner schlagen. Sawayama nahm die Bogu-Rüstung des Kendo, passte sie für Fäuste und Füsse an und schuf ein Format, in dem Kopf und Körper mit voller Wucht getroffen werden können, ohne dass jemand verletzt wird. Damit entstand in Japan erstmals ein waffenloser Vollkontaktkampf mit Kopftreffern. Das Repertoire beschränkt sich nicht aufs Schlagen: Würfe, Mitnahmen und Fortsetzung am Boden sind erlaubt, sodass der Kampf zwischen den Distanzen wechselt wie in modernen gemischten Künsten — vierzig Jahre bevor dieses Format im Westen entstand. Verbreitet ist Nippon Kempo vor allem an japanischen Universitäten sowie in Polizei- und Militärausbildung. Die Rüstung unterscheidet sich von der des Kendo in einem wichtigen Punkt: Sie schützt auch die Stirnseite des Kopfes, und die Hände stecken in Handschuhen, die das Schliessen der Faust erlauben, sodass man schlagen und greifen kann.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
