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Nippon Kempo

日本拳法

Ein japanisches Vollkontaktsystem von 1932, das der Bogu-Rüstung des Kendo Schläge und Würfe hinzufügte. Das erste japanische Format mit vollen Kopftreffern.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1932
RegionAsien
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem11 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungSchutzausrüstung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung4/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Nippon Kempo

👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Nippon Kempo

Nippon Kempo begründete 1932 Muneomi Sawayama und löste damit ein Problem, das die japanischen Kampfkünste der Zeit teilten: Karate wurde in Kata und im Punktkampf ohne Kontakt geübt, Judo hatte Kontakt, verbot aber Schläge, und nirgends konnte man mit voller Kraft auf einen wirklichen Gegner schlagen. Sawayama nahm die Bogu-Rüstung des Kendo, passte sie für Fäuste und Füsse an und schuf ein Format, in dem Kopf und Körper mit voller Wucht getroffen werden können, ohne dass jemand verletzt wird. Damit entstand in Japan erstmals ein waffenloser Vollkontaktkampf mit Kopftreffern. Das Repertoire beschränkt sich nicht aufs Schlagen: Würfe, Mitnahmen und Fortsetzung am Boden sind erlaubt, sodass der Kampf zwischen den Distanzen wechselt wie in modernen gemischten Künsten — vierzig Jahre bevor dieses Format im Westen entstand. Verbreitet ist Nippon Kempo vor allem an japanischen Universitäten sowie in Polizei- und Militärausbildung. Die Rüstung unterscheidet sich von der des Kendo in einem wichtigen Punkt: Sie schützt auch die Stirnseite des Kopfes, und die Hände stecken in Handschuhen, die das Schliessen der Faust erlauben, sodass man schlagen und greifen kann.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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