Shindo Jinen-ryu
神道自然流Das japanische Karate von Yasuhiro Konishi aus dem Jahr 1933. Es verbindet okinawanisches Karate mit Jujutsu, Kendo und Aikido zu einem Lehrgang.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Shindo Jinen-ryu
Shindo Jinen-ryu ist das japanische Karate, das Yasuhiro Konishi (1893–1983) im Jahr 1933 benannte und begründete. Anders als die meisten Karateschulen entstand es nicht innerhalb einer okinawanischen Linie, sondern von der Gegenseite her: Konishi war zuerst ein japanischer Kämpfer alten Schlags. Er übte Jujutsu in den Schulen Muso-ryu und Takenouchi-ryu sowie Kendo in den Linien Ono-ha Itto-ryu und Shindo Munen-ryu und fügte dem erst 1924 das Karate bei Gichin Funakoshi hinzu, wo Hironori Otsuka, der spätere Gründer des Wado-ryu, sein Mitschüler war. Danach lernte er bei drei weiteren Schlüsselfiguren seiner Zeit: bei Motobu Choki, bei Kenwa Mabuni, dem Gründer des Shito-ryu, und bei Morihei Ueshiba, dem Gründer des Aikido. Shindo Jinen-ryu ist also der Versuch, diese Quellen zu einem Lehrgang zu fügen, und nicht die Verpflanzung einer okinawanischen Schule nach Japan. Der Name drückt Konishis Überzeugung aus, dass natürliches Training zur Beherrschung des Körpers und damit zur Grundlage eines sittlichen Lebens führt. Technisch heißt das, dass der Lehrgang neben Kihon, Kata und Kumite Elemente enthält, die im gewöhnlichen Karate fehlen: Der eintretende Schlag wird mit einem Wurf oder Hebel abgeschlossen, die Körperarbeit steht dem Jujutsu näher, und das Timing trägt die Handschrift des Kendo. Verwaltet wird der Stil von der Japan Karate-Do Ryobu-Kai; seit Konishis Tod 1983 leitet ihn sein Sohn Takehiro.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
