Nanbudo
南部道Japanische Kunst, 1978 von Yoshinao Nanbu gegründet, entstanden in Südfrankreich aus seiner früheren Schule Sankukai.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Nanbudo
Über Nanbudo
Nanbudo ist eine japanische Kampfkunst, die 1978 von Yoshinao Nanbu (geboren 1943 in Kobe, gestorben am 28. April 2020) gegründet wurde. Nanbu wuchs im japanischen Wettkampfkarate auf und gehörte zu dessen Spitze: 1963 gewann er den Titel des Universitätsmeisters Japans bei einem Turnier mit 1250 Teilnehmern und lernte bei Meister Tani und Meister Tanaka. Henry Plée lud ihn nach Europa ein, um dort anzutreten, und Nanbu gewann dort den französischen Pokal sowie die Europameisterschaft. 1968 kehrte er nach Japan zurück, siedelte später jedoch nach Cap-d'Ail an der französischen Riviera über. Genau dort schuf er im Alter von siebenundzwanzig Jahren seine eigene Methode, die er Sankukai nannte. Das Nanbudo von 1978 ist dann ein zweiter, reiferer Schritt auf demselben Weg. Seine Besonderheit liegt darin, dass es außerhalb Japans, in einem europäischen Umfeld, entstand und von Anfang an für europäische Übende formuliert wurde — eine Ausnahme bei japanischen Kampfkünsten, die gewöhnlich erst fertig ausgeformt nach Europa gelangen. Nanbu war somit nicht nur Exporteur der japanischen Tradition, sondern Urheber, der in einem fremden Land ein neues System auf mitgebrachten Grundlagen errichtete. Nanbudo wird heute von der Nanbudo-Weltföderation getragen und verbreitet sich vor allem in Europa. Der Gründer selbst leitete es bis zu seinem Tod im April 2020. Gerade deshalb wird Nanbudo eher zum modernen Budo gezählt als zum Sportkarate, aus dem sein Gründer hervorging.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
