Yoshinao Nanbu
Japanischer Karateka (1943–2020) aus Kobe, Begründer der Stile Sankukai und Nanbudo, der ab 1964 das Karate in Frankreich und weiteren Ländern Europas verbreitete.
Auf einen Blick
FrankreichBiografie
Yoshinao Nanbu war ein japanischer Karateka, Begründer der Stile Sankukai und Nanbudo, der den größten Teil seines Lebens in Europa wirkte. Er wurde in Kobe geboren, nach der Webseite Shuriway im Jahr 1943, und die Internationale Nanbudo-Föderation feierte am 13. Februar 2018 seinen 75. Geburtstag. Nach der Webseite Shuriway starb er am 28. April 2020.
Er stammte aus einer Familie mit Kampfsporttradition, sein Vater Hideyoshi Nanbu hatte den 5. Dan im Judo und unterrichtete die Polizei in Kobe. Mit Judo begann er in der Kindheit bei seinem Vater, Kendo lernte er von seinem Onkel. Mit achtzehn Jahren trat er in die Wirtschaftsuniversität in Osaka ein, wo er bei Chojiro Tani mit Shito-ryu-Karate begann, und 1963 wurde er Universitätsmeister von Japan.
1964 lud ihn Henri Plée nach Paris ein. 1966 gewann er in Cannes die Coupe de France als erster Japaner bei einem europäischen Wettkampf, und 1968 betraute ihn Tani mit dem Aufbau des Shukokai in Europa. 1970 verließ er das Shukokai und gründete das Sankukai. Nach Shuriway zog er sich 1974 in die Abgeschiedenheit nach Cap-d'Ail zurück, und 1978 gründete er das Nanbudo.
Die Internationale Nanbudo-Föderation entstand im Sommer 2010 mit Sitz in Genf und erkennt ihm den Titel Doshu Soke zu. Die Behauptung aus Diskussionsforen, er habe als Wettkämpfer nie verloren, konnten wir nicht belegen. Ein Zitat mit belegter Herkunft haben wir nicht gefunden.
Frühe Jahre
Yoshinao Nanbu wurde nach der Webseite Shuriway, die den Text der Worldwide Nanbu Federation übernimmt, 1943 in Kobe geboren. Die Internationale Nanbudo-Föderation feierte am 13. Februar 2018 seinen 75. Geburtstag, woraus wir das Geburtsdatum 13. Februar 1943 folgern. Die französische Wikipedia nennt als seinen Urgroßvater den 13. Yokozuna Kimenzan Tanigoro und als seinen Vater Hideyoshi Nanbu mit dem 5. Dan im Judo, der die Polizei in Kobe unterrichtete. Mit Judo begann er nach Shuriway im Alter von fünf Jahren bei seinem Vater, und Kendo lernte er von seinem Onkel. Karate und Aikido lernte er nach der französischen Wikipedia bei dem Meister Someka, und im Aikido erreichte er den 3. Dan.
Ausbildung und Lehrer
Mit achtzehn Jahren trat er in die Wirtschaftsuniversität in Osaka ein, wo er Karate entdeckte und bei Chojiro Tani und dem Meister Tanaka trainierte. 1963 wurde er nach Shuriway Universitätsmeister von Japan in einem Wettkampf mit 1250 Teilnehmern. 1964 lud ihn nach der französischen Wikipedia Henri Plée nach Paris ein, und 1965 reiste er zum ersten Mal nach Großbritannien. 1966 trat er bei der Coupe de France in Cannes als erster Japaner bei einem europäischen Wettkampf an und gewann das Finale mit der Technik Ashi-barai gegen Patrick Baroux. 1968 betraute ihn Tani mit dem Aufbau des Shukokai in Europa.
Beitrag und Neuerungen
1969 war er nach der französischen Wikipedia Präsident des schottischen und des norwegischen Karateverbands und technischer Berater des belgischen Verbands und der jugoslawischen Mannschaft. Den Stil Sankukai gründete er 1970, nachdem er in Paris die dritte Weltmeisterschaft des Shukokai veranstaltet und das Shukokai verlassen hatte. Nach Shuriway zog er sich 1974 aus den Kampfkünsten nach Cap-d'Ail zurück, und 1978 gründete er das Nanbudo. Die Internationale Nanbudo-Föderation wollte die Organisationen bis Ende 2018, zum vierzigsten Jahrestag des Stils, vereinen.
Legenden und belegte Fakten
Die Quellen gehen darüber auseinander, ob der berühmte Sumo-Ringer Kimenzan Tanigoro sein Urgroßvater war, wie die französische Wikipedia angibt, oder sein Großvater, wie ein Diskussionsforum schreibt. Die Behauptung aus Foren, er habe als Wettkämpfer nie einen Kampf verloren, konnten wir nicht belegen, belegt ist nur das Siegesergebnis bei der Coupe de France 1966. Nach demselben Forum bezeichnete Nanbu das Sankukai später als unvollständig, was zur Entstehung des Nanbudo führte, auch das ist jedoch eine schwache Quelle.
Vermächtnis
Die Internationale Nanbudo-Föderation entstand im Sommer 2010 mit Sitz in Genf und erkennt ihm den Titel Doshu Soke zu. Noch im November und Dezember 2017 leitete er nach der Zeitschrift El Budoka einen internationalen Lehrgang in Edinburgh. Nach Shuriway starb er am 28. April 2020, die französische Wikipedia zitiert einen Nachruf in der Tageszeitung Diario del Alto Aragón. Die achte Weltmeisterschaft im Nanbudo fand im September 2026 in Istanbul statt.
Assoziierte Kampfkünste
Auf Ausweichen beruhende Kampfkunst, die laut APA 1978 von Yoshinao Nanbu geschaffen wurde. Nach den Regeln der INF wird in kata, ju randori und kumite gekämpft.
SankukaiGründer→Karatestil von Yoshinao Nanbu, laut der englischen Wikipedia einem Schüler von Chōjirō Tani. Die Wikipedia nennt die Entstehung 1971 in Paris, später wechselte Nanbu zum Nanbudo.