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Shorinji Kempo

少林寺拳法

Eine japanische Kunst, 1947 von Doshin So gegründet. Von Anfang an war sie nicht als Sport gedacht, sondern als Mittel zum Wiederaufbau der Menschen im Nachkriegsjapan.

Wichtige Daten

Gründer
Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1947
RegionAsien
HauptfokusGemischt
KontaktstufeHalbkontakt
Gürtelsystem16 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko1/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung4/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Shorinji Kempo

👊 Technik-Datenbank44 Einträge · über 1 Stile hinweg
📖 Glossar113 Einträge · über 1 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister3 Einträge · über 1 Stile hinweg

Über Shorinji Kempo

Shorinji Kempo wurde 1947 von Doshin So in der Stadt Tadotsu auf Shikoku gegründet. Er kehrte aus der Mandschurei zurück, wo er Jahre im chinesischen Umfeld verbracht hatte, und sah den Zusammenbruch des Nachkriegsjapans; von Anfang an verstand er das System nicht als Sport, sondern als Mittel, Menschen wieder aufzurichten, die die Orientierung verloren hatten. Die Kunst ist untrennbar mit der Lehre des Kongo Zen verbunden. Der Kernsatz lautet ken zen ichinyo — Faust und Zazen sind eins; das Training wiegt so schwer wie das, was der Übende daraus mitnimmt. Die Organisation ist bis heute zugleich Religionsgemeinschaft und Sportverband, was sie unter den japanischen Kampfkünsten heraushebt. Technisch ist sie halb hart, halb weich: goju ittai. Goho umfasst Schläge, Tritte und Blocks, juho Hebel, Griffe und Würfe, und der Lehrplan führt beides bewusst paarweise: Auf jeden Angriff gibt es eine Antwort aus beiden Gruppen. Geübt wird überwiegend zu zweit in festgelegten Abläufen, den embu, die auch bei Wettkämpfen gezeigt werden — statt eines Kampfes bewertet man Präzision, Timing und das Zusammenspiel des Paares. Das Emblem war ursprünglich das Manji, ein buddhistisches Zeichen, das im Westen mit dem Hakenkreuz verwechselt wurde; 2005 ersetzte die Organisation es durch ein neues Logo.

Stile & Zweige

Byakuren Kaikan白蓮会館

Eine japanische Vollkontaktschule, die trotz ihrer Kyokushin-Wettkampfregeln nicht aus dem Kyokushin, sondern aus dem Shorinji Kempo hervorgegangen ist.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Nippon KempoNanbudoShindo Jinen-ryuBojukaSCARSMotobu-ryu Karate