Shorinji Kempo
少林寺拳法Eine japanische Kunst, 1947 von Doshin So gegründet. Von Anfang an war sie nicht als Sport gedacht, sondern als Mittel zum Wiederaufbau der Menschen im Nachkriegsjapan.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Shorinji Kempo
Über Shorinji Kempo
Shorinji Kempo wurde 1947 von Doshin So in der Stadt Tadotsu auf Shikoku gegründet. Er kehrte aus der Mandschurei zurück, wo er Jahre im chinesischen Umfeld verbracht hatte, und sah den Zusammenbruch des Nachkriegsjapans; von Anfang an verstand er das System nicht als Sport, sondern als Mittel, Menschen wieder aufzurichten, die die Orientierung verloren hatten. Die Kunst ist untrennbar mit der Lehre des Kongo Zen verbunden. Der Kernsatz lautet ken zen ichinyo — Faust und Zazen sind eins; das Training wiegt so schwer wie das, was der Übende daraus mitnimmt. Die Organisation ist bis heute zugleich Religionsgemeinschaft und Sportverband, was sie unter den japanischen Kampfkünsten heraushebt. Technisch ist sie halb hart, halb weich: goju ittai. Goho umfasst Schläge, Tritte und Blocks, juho Hebel, Griffe und Würfe, und der Lehrplan führt beides bewusst paarweise: Auf jeden Angriff gibt es eine Antwort aus beiden Gruppen. Geübt wird überwiegend zu zweit in festgelegten Abläufen, den embu, die auch bei Wettkämpfen gezeigt werden — statt eines Kampfes bewertet man Präzision, Timing und das Zusammenspiel des Paares. Das Emblem war ursprünglich das Manji, ein buddhistisches Zeichen, das im Westen mit dem Hakenkreuz verwechselt wurde; 2005 ersetzte die Organisation es durch ein neues Logo.
Stile & Zweige
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
