Motobu-ryu Karate
本部流Der Name deckt zwei verschiedene Künste: das Karate von Motobu Choki auf Basis der Naihanchi-Kata und das Palastkunst Motobu Udundi.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Motobu-ryu Karate
Über Motobu-ryu Karate
Hinter dem Namen Motobu-ryu verbergen sich zwei verschiedene Dinge, die man auseinanderhalten muss. Das erste ist das Karate von Motobu Choki, der von 1870 bis 1944 lebte und zu den bekanntesten okinawanischen Kämpfern seiner Zeit gehörte. Berühmt wurde Motobu nicht durch Formen, sondern durch wirkliche Kämpfe. Sein Zugang beruht auf der Kata Naihanchi, aus der er Stand, Beinarbeit und Schläge ableitete, sowie auf der Partnerübung; Formen galten ihm als Mittel, nicht als Ziel. Kennzeichnend sind der natürliche aufrechte Stand, der kurze Schlag aus der Nähe und das sogenannte Meotode, die Arbeit beider Hände zugleich, bei der eine Hand deckt und die andere im selben Augenblick trifft. Motobus Ruf in Japan festigte sich durch einen Kampf gegen einen ausländischen Boxer in Kyoto zu Beginn der 1920er Jahre, den er gewann. Die Zeitschrift druckte damals zum Artikel ein Bildnis von Gichin Funakoshi, also eines anderen Meisters, was zu den bekanntesten Verwechslungen der Karategeschichte zählt. Das zweite ist Motobu Udundi, wörtlich die Hand des Motobu-Palasts, die Kunst des Königshauses Motobu. Weitergegeben hat sie Motobu Choyu, der von 1865 bis 1928 lebte und Chokis älterer Bruder war; sein Schüler war Uehara Seikichi, der von 1904 bis 2004 lebte. Udundi ist kein Karate im üblichen Sinn: Es enthält Griffe, Würfe, Waffenarbeit und eine Bewegungsart, die dem Karate nur von Weitem ähnelt. Die Katalogangabe, die Motobu Choki als Gründer nennt, bezieht sich auf die erste der beiden Linien.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
