Suntukan
Waffenlose Schlagkomponente der philippinischen Kampfkünste: Faustschläge, Ellbogen, Kopfstöße und Gliedmaßenzerstörung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Suntukan
Suntukan ist die waffenlose Schlagkomponente der philippinischen Kampfkünste und umfasst Faustschläge, Ellbogenstöße, Kopfstöße und Schulterstöße, denen durch das Sikaran niedrige Tritte und Knietechniken hinzugefügt werden. Es tritt unter mehreren weiteren Namen auf — pangamot, mano-mano, tumbukan und panantukan; Letzteres verbreitete sich im Westen durch die Linie von Dan Inosanto, ist jedoch nicht der ursprüngliche philippinische Ausdruck. Suntukan ist fester Bestandteil des Arnis, und man geht allgemein davon aus, dass es sich daraus entwickelt hat: Es entstand als letztes Mittel für den Moment, in dem ein Gegner zu nahe kommt oder ein Kämpfer seine Waffe verliert. Genau daher rührt sein besonderer Charakter. Die Fußarbeit ist dreieckig, ebenso wie beim Messerkampf, und die Hand beschreibt Bahnen, die aus dem Eskrima übernommen sind. Lucky Lucaylucay brachte es auf den Punkt: philippinisches Boxen sei genau wie Messerkampf, nur dass man statt mit der Klinge zu schneiden, mit der geschlossenen Faust zuschlägt. Eine charakteristische Technik ist gunting, wörtlich Schere, also das gleichzeitige Blockieren der gegnerischen Gliedmaße mit dem eigenen Angriff, dazu die sogenannte Gliedmaßenzerstörung, bei der der Schlag auf die Knochen des angreifenden Arms zielt. Daneben steht dumog, philippinisches Ringen, das mit Kontroll- und Würgepunkten arbeitet. Den Beinamen dirty boxing erhielt suntukan, weil seine Techniken nie aus Sicherheitsgründen abgemildert und nie an Wettkampfregeln angepasst wurden.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
