Tianjin Shuai Jiao
天津摔跤Der Tianjin-Zweig des chinesischen Ringens. Als einziger der drei nutzt er Qinna-Hebel sowie Schläge mit Ellbogen und Unterarm.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Tianjin Shuai Jiao
Über Tianjin Shuai Jiao
Tianjin-Shuai-Jiao ist einer der drei Hauptzweige des chinesischen Jackenringens und technisch der breiteste unter ihnen. Während der Pekinger Zweig auf hohe Würfe setzt und der Baoding-Zweig auf Geschwindigkeit, bringt der Tianjin-Zweig Elemente in den Kampf ein, die sonst nirgends vorkommen: kreisförmige Beinbewegungen, Qinna-Hebel und Schläge mit Ellbogen und Unterarm. Das hat einen doppelten Ursprung — Quellen leiten ihn vom Ringen der Ming-Zeit ab, in das sich später das mandschurische Buku, also das Hofringen, mischte, aus dem auch der Pekinger Zweig hervorging. Gekämpft wird in einer Jacke namens Dalian, an der sich der Gegner festhält, ein Bodenkampf findet nicht statt; entschieden wird durch den Wurf. Das Jahr der Entstehung des Zweigs ist nicht belegt. Der Katalog nannte früher das Jahr 1890, doch bei einem Zweig ohne belegten Gründer ist eine gerundete Jahreszahl ein Platzhalterwert und kein Datum, weshalb das Feld nun leer bleibt. Seine moderne Form gab dem gesamten Fach erst Ma Liang mit einem Handbuch von 1917, den Namen Shuai Jiao selbst wählte das Central Guoshu Institute 1928 bei der Vereinheitlichung der Regeln, und der erste offizielle Wettkampf fand 1935 statt. Das Jackenringen wird bis heute an chinesischen Polizei- und Militärakademien unterrichtet, ist jedoch keine olympische Sportart.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
