Tankendo (Weg des Kurzschwerts)
短剣道Eine japanische Kurzschwert-Disziplin, Schwesterfach des Jukendo. Gekämpft wird in Kendo-Rüstung, die Trefferflächen sind um Stiche zum Rumpf erweitert.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Tankendo (Weg des Kurzschwerts)
Tankendo ist die japanische Kurzschwert-Disziplin, das Schwesterfach des Jukendo, des Bajonett-Wettkampfs. Einen Gründer im persönlichen Sinn hat es nicht: Es erwuchs aus der Erforschung des Gebrauchs einer kurzen Klinge, die 1921 in der Toyama-Schule unter dem Eindruck der Erfahrungen des Ersten Weltkriegs begann, und knüpft technisch an das Kodachi der alten Schulen an. Seine geregelte Form gab ihm erst die Alljapanische Jukendo-Föderation, die die Praxis 1978 einführte und ihr ab 1982 ein Graduierungssystem unterlegte. Gekämpft wird mit einem kurzen Shinai von etwa dreiundfünfzig Zentimetern. Die Rüstung ist die des Kendo, aber verändert: Der Unterarmschutz wird nur an der rechten Hand getragen, und unter der rechten Achsel kommt eine Polsterung namens Urabuton hinzu, weil dorthin Treffer geführt werden, die das Kendo nicht kennt. Zu den Kendo-Zielen treten ein Stich zum Rumpf und ein Nahstich, nachdem der Verteidiger den Arm des Gegners festgesetzt hat. Gewonnen hat, wer zwei von drei Punkten holt. Die kurze Waffe bestimmt den Charakter der Disziplin. Gegen eine lange Waffe muss man in die Distanz hinein und dort bleiben, weshalb Tankendo mit scharfem Eintritt, Armkontrolle und Nahstich arbeitet – eine andere Antwort als im Kendo, wo der gut getimte Hieb an der Reichweitengrenze die Lösung ist.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
