Tameshigiri
試し斬りJapanischer Schwert-Probeschnitt: ursprünglich Test der Klingenqualität, heute Maßstab der Technik, am Ziel tatami omote.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Tameshigiri
Tameshigiri ist die japanische Kunst des Probeschnitts an einem Ziel. Ursprünglich war es keine Prüfung des Schwertkämpfers, sondern der Waffe: Die Praxis verbreitete sich in der Edo-Zeit, also im 17. Jahrhundert, und diente dazu, die Qualität japanischer Schwerter zu prüfen. Erst allmählich verlagerte sich der Schwerpunkt, und heute zeigt tameshigiri vor allem das Können desjenigen, der das Schwert führt. Die historische Form war roh. Geschnitten wurde in Leichname, ausnahmsweise auch in hingerichtete Verbrecher, wobei eine ganze Reihe benannter Schnitte verwendet wurde, darunter tabi-gata und o-kesa. Das Ergebnis der Prüfung wurde direkt auf den Angel der Klinge als Inschrift tameshi-mei oder saidan-mei eingetragen; das Schwert trug so dauerhaft den Beleg dafür, was es zu durchtrennen vermochte, und diese Inschrift zählt bis heute zu den Angaben, nach denen Klingen beurteilt werden. Die heutige Praxis hält sich an Materialien, die den menschlichen Körper nur nachahmen. Das gebräuchlichste Ziel ist die Matte tatami omote, gerollt und eingeweicht, während grüner Bambus dort verwendet wird, wo der Schnitt einem Knochen entsprechen soll. Geübt wird ein Satz genau festgelegter Schnitte: kesa-giri, diagonal von oben geführt, kiri-age, auch gyaku-kesa genannt, diagonal von unten geführt, die waagerechten Schnitte yoko und tsuihei sowie die von oben geführten senkrechten Schnitte, zu denen jodan-giri, happonme, makko-giri, shinchoku-giri und dotan-giri zählen. Es geht nicht darum, das Ziel um jeden Preis zu durchtrennen, sondern die Klinge so zu führen, dass der Schnitt sauber und in der richtigen Ebene verläuft.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
