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Suijutsu (Schwimmen als Kampfkunst)

水術

Japanisches Schwimmen als Kampfkunst, alter Name von nihon eiho. Schulen der Edo-Zeit unter Schutz der Han-Lehen, Schwimmen in Rüstung und mit Bogen, heute 13 im japanischen Schwimmverband.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusWaffen

Charakter & Herkunft

LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenBedeutend

Über Suijutsu (Schwimmen als Kampfkunst)

Suijutsu ist keine Schule, sondern ein Sammelname: Laut der Enzyklopädie Nipponica ist es eine der Kampfkünste und zugleich ein alter Name für das Schwimmen und für das japanische Schwimmen nihon eiho. Britannica definiert es als Bezeichnung für ein Schwimmen, das seit der mittleren Edo-Zeit als Kampfkunst behandelt wurde, und nennt auch andere Namen, darunter yueijutsu und shusuijutsu. Nipponica ist der Ansicht, dass die japanische Schwimmkunst nicht aus den Seestreitkräften hervorging, sondern aus dem Bedarf des Kampfes an Land. Die Enzyklopädie Heibonsha erinnert daran, dass Geschichten über Ruhm durch Schwimmen und durch Schwimmen mit dem Pferd in den Kriegschroniken der Kamakura-Zeit häufig vorkommen.

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Laut Nipponica wurde das Schwimmen als Kampfkunst etwa seit dem Beginn des siebzehnten Jahrhunderts, als das Edo-bakufu entstand, eingehend erforscht, und die heutigen Schulen etablierten sich erst in der Edo-Zeit als Schulen, die meisten von ihnen laut Nipponica zwischen 1700 und der Zeit vor 1830. Die Lehrer gaben dem Fach nach und nach feste Grundsätze, Formen und Methodik, die einflussreichste Person einer Schule wurde ihr iemoto, und die Schulen brachten Nebenzweige hervor. Damit suijutsu als Kampfkunst bestehen konnte, verlangte man laut Nipponica auch den Umgang mit Waffen im Wasser und die Führung eines Pferdes. Die Grundbewegung unterscheidet sich je nach Schule: aoriashi, fumiashi mit aufrechtem Körper und kaeruashi. Nipponica nennt bei Kobori-ryu das Schwimmen in Rüstung vor dem Herrn, der japanische Schwimmverband bei Yamanouchi-ryu das Schießen mit Waffen und mit dem Bogen sowie das Tragen von Waffen, einer Fahne und eines Blumenschirms. Eine Studie von 1981 in einer japanischen Fachzeitschrift für Budo fand Aufzeichnungen über suijutsu an 76 Schulen der Han-Lehen und gibt an, dass der Unterricht in dreizehn von neunzehn Han-Lehen mit belegtem Jahr erst nach der Ankunft Perrys 1853 begann, als das Interesse an der Küstenverteidigung wuchs. Nipponica gibt an, dass bis heute zwölf Schulen weitergegeben und anerkannt werden, die größtenteils unter dem Schutz großer Han-Lehen überlebten. Der japanische Schwimmverband erkennt heute dreizehn an und gibt an, dass der Zweig der Shinden-ryu aus Ozu 1957 nur als Zweig eingetragen und 2013 als eigenständige Schule anerkannt wurde. Der Verband veranstaltet seit 1956 einen jährlichen Wettbewerb nihon eiho und verleiht die Qualifikationen hanshi, kyoshi und renshi. Eine Studie von 2007 zeigt, dass Kano Jigoro 1898 suijutsu für die Schüler seiner Schule Zoshikai ordnete und 1903 einen Stil für die Höhere Pädagogische Schule Tokio, der aus mehreren traditionellen Schulen schöpfte, unter anderem aus Shinden-ryu, Kankai-ryu, Kobori-ryu und Suifu-ryu, und Grade nach dem Vorbild des Judo einführte.

Geschichte

Die Enzyklopädie Heibonsha gibt an, dass das Schwimmen auf dem Schlachtfeld seit jeher verlangt wurde und dass Geschichten über Ruhm durch Schwimmen und durch Schwimmen mit dem Pferd in den Kriegschroniken der Kamakura-Zeit häufig vorkommen. Nipponica ist der Ansicht, dass die japanische Schwimmkunst nicht aus den Seestreitkräften hervorging, sondern aus dem Bedarf des Kampfes an Land. Als Kampfkunst suijutsu wurde das Schwimmen laut Nipponica und Britannica etwa seit dem Beginn des siebzehnten Jahrhunderts erforscht, als das Edo-bakufu entstand, und Britannica verlegt in einem anderen Artikel die Entstehung von nihon eiho etwa in das vierzehnte Jahrhundert, mit der Vollendung seit der Edo-Zeit. In der frühen Phase gab es laut Nipponica keinen systematischen Unterricht, nach und nach gaben aber fachkundige Lehrer dem Fach feste Grundsätze, Formen und Methodik, und es entstanden Schulen mit einem iemoto an der Spitze, deren Nachfolge durch Weitergabe an ein einziges Kind, an den besten Schüler oder auf beide Arten erfolgte.

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Der japanische Schwimmverband beschreibt die Entstehung einzelner Schulen aus ihren eigenen Quellen. Im Han-Lehen Kumamoto wurde 1633 aus Edo ein Schwimmlehrer für die Vasallen berufen, und um 1700 leitete der Gründer der Kobori-ryu bereits eine eigene Schule, dessen Sohn 1756 ein Buch veröffentlichte, das der Verband als das älteste veröffentlichte Buch über das Schwimmen in Japan bezeichnet. Der Herr des Han-Lehens Takamatsu ordnete 1642 an, dass das Schwimmen eine der Kampfkünste werden solle. Nojima-ryu, Iwakura-ryu und Koike-ryu, genannt die drei Schulen von Kii, erlangten ihre Stellung, als sie das Han-Lehen Kii zu Beginn der Edo-Zeit zu Lehrern seiner Seestreitkräfte berief. Die Kankai-ryu wurde 1853 in die Kampffächer der Schule des Han-Lehens in Tsu aufgenommen, weil das Han-Lehen die Küstenverteidigung der Bucht von Ise zu besorgen hatte. Eine Studie von 1981 fand suijutsu an 76 Schulen der Han-Lehen und gibt an, dass der Unterricht in den Schulen der Han-Lehen offenbar erst in der späten Edo-Zeit begann, in dreizehn von neunzehn Han-Lehen mit belegtem Jahr erst nach der Ankunft Perrys 1853. Am Ende des bakufu wurde suijutsu laut Heibonsha wegen des Interesses an der Küstenverteidigung weit verbreitet geübt und auch in die Militärschule Kobusho aufgenommen, seit Meiji wurde es an Schulen und im Dainippon Butokukai unterrichtet. Eine Studie von 2007 gibt an, dass Kano Jigoro 1898 suijutsu für die Schüler seiner Schule Zoshikai ordnete und 1903 für die Höhere Pädagogische Schule Tokio, deren Absolventen den Stil als Lehrer in ganz Japan verbreiteten. Nipponica gibt an, dass bis heute zwölf anerkannte Schulen weitergegeben werden, die größtenteils unter dem Schutz großer Han-Lehen ohne Gebietsänderung überlebten.

Was es unterscheidet

Suijutsu und nihon eiho sind laut Nipponica dasselbe unter altem und neuem Namen, und die japanische Wikipedia ergänzt, dass sich der Name nihon eiho seit Meiji zur Abgrenzung von westlichen Stilen durchsetzte. Maypedia gibt an, das Fach enthalte Elemente, die sich vollständig vom modernen Schwimmen unterscheiden, etwa das Bogenschießen oder den Einsatz von Schwert oder Speer beim Schwimmen, und Nipponica nennt die formale Schönheit das größte Merkmal von nihon eiho. Der japanische Schwimmverband gibt an, dass jede Schule neben den gemeinsamen Grundbewegungen ein eigenes und angewandtes Schwimmen hat und dass Bewegungsnamen zwischen den Schulen bei derselben Bewegung manchmal abweichen und bei verschiedenen übereinstimmen. Eine Studie von 2007 gibt an, dass Kano Jigoro bei der Neuordnung des suijutsu versuchte, alle traditionellen Stile zu vereinheitlichen, in das Schulsystem einzugliedern und Grade wie im Judo einzuführen. Die japanische Wikipedia hält nihon eiho im Freistil für einsetzbar, doch in der Geschwindigkeit könne es mit dem Kraulen nicht mithalten.

Technik

Laut Nipponica wurde verlangt, dass suijutsu als Kampfkunst auch den Umgang mit Waffen im Wasser und die Führung eines Pferdes umfasst, und Britannica wiederholt dies. Die Stile entstanden laut Nipponica aus praktischem Bedarf: Schwimmen quer zur Strömung, Schwimmen über lange Strecken und Schwimmen mit einem Gegenstand in der Hand oder bei der Arbeit auf der Wasseroberfläche, mit der Zeit kam eine Vorführdimension hinzu, und die formale Schönheit ist laut Nipponica das größte Merkmal von nihon eiho. Nihon eiho gliedert sich laut Nipponica nach der Körperlage in drei Gruppen, und die Grundbewegung unterscheidet sich je nach Schule: aoriashi, fumiashi und kaeruashi. Die Enzyklopädie Maypedia gibt an, das Fach enthalte Elemente, die sich vollständig vom modernen Schwimmen unterscheiden, etwa das Bogenschießen oder den Einsatz von Schwert oder Speer beim Schwimmen.

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Der japanische Schwimmverband gibt an, dass es neben dem Grundschwimmen jeder Schule Schwimmen über lange Strecken, Schwimmen zum Schutz des Körpers, Schwimmen für den Kampf im Wasser und prunkvolles Schwimmen zur Vorführung des Könnens gibt. Bei Yamanouchi-ryu nennt er als Besonderheit das Tragen von Waffen, einer Fahne und eines Blumenschirms sowie das Schießen mit Waffen und Bogen und das Aus- und Anziehen der Kleider, bei Iwakura-ryu eigene besondere Techniken. Nipponica nennt bei Kobori-ryu das Schwimmen vor dem Herrn und in Rüstung vor dem Herrn. Das Wörterbuch Nikkoku ergänzt, dass das Schwimmen tachioyogi mit der Bewegung makiashi bei Kobori-ryu im Wasserkampf vorteilhaft ist.

Training

Eine Studie von 1981 beschreibt den Unterricht in den Schulen der Han-Lehen: suijutsu wurde typischerweise von Mai bis Ende Oktober geübt, dreißig bis sechzig Tage in der größten Hitze und etwa von Mittag bis vier Uhr, auf einem Übungsplatz in 24 Han-Lehen, im Fluss in 13, im Meer in 5 und in einem See oder Becken in 4. Das Anfangsalter lag bei zehn Jahren und darüber in 33 Han-Lehen und unter zehn Jahren in 19. Heibonsha gibt an, dass die Schulen des suijutsu wie andere Kampfkünste den iemoto, die Techniken und die Würde der Schule weitergaben und dass der Unterricht Technik mit einer geistigen Komponente verband. Der japanische Schwimmverband gibt an, dass der zweite iemoto der Kankai-ryu 1912 mit dem Schwimmunterricht an der Marineakademie betraut wurde und die Marine eine Bewegung seiner Schule übernahm, und eine Studie von 2007 gibt an, dass alle Schüler des ersten Jahrgangs der Höheren Pädagogischen Schule Tokio zwei Wochen Schwimmpraxis absolvieren mussten. Laut der japanischen Wikipedia wird nihon eiho heute meist in gewöhnlichen Schwimmbädern in gewöhnlicher Badekleidung geübt, und einige Schulen unterrichten es in Sommerlagern am Meer.

Graduierungen und Fortschritt

Grade und Technikverzeichnisse, die von den einzelnen Schulen geführt werden, gelten laut Nipponica innerhalb der Schule absolut und lassen sich nicht mit anderen Schulen vergleichen. Der japanische Schwimmverband verleiht sieben Qualifikationen im nihon eiho: hanshi, kyoshi, renshi, yushi und seit 2014 drei weitere. Laut dem Verband gab es in den ersten zwanzig Jahren nach 1956 nur eine Qualifikation, ab dem 22. Wettbewerb wurde sie nach dem Vorbild des Kendo in hanshi, kyoshi und renshi geteilt. Hanshi verlangt zehn Jahre nach kyoshi und ein Alter von 45 Jahren, kyoshi fünf Jahre nach renshi und ein Alter von 30 Jahren, yushi ist seit 1995 die Einstiegsqualifikation für Personen ab 25 Jahren.

Wettkampf

Der japanische Schwimmverband veranstaltet seit 1956 einen jährlichen Wettbewerb nihon eiho, den ersten am 19. August 1956 in Tenri in der Präfektur Nara und den siebzigsten im August 2025 in der Präfektur Chiba. Laut dem Verband hat der Wettbewerb sechs Arten: den Hauptwettbewerb in den Stilen für Schwimmer von 15 bis 24 Jahren, den sieben Kampfrichter mit zehn Punkten bewerten, die Juniorenklasse, den Mannschaftswettbewerb mit je fünf Schwimmern derselben Schule, die Seniorenklasse der Mannschaften, ein Rennen über hundert Meter im Seitenschwimmen und einen Wettbewerb im Gewichtheben aufrecht im Wasser. Nipponica gibt an, dass dabei auch Prüfungen der Qualifikation der einzelnen Schulen stattfinden.

Heute

Der japanische Schwimmverband gibt an, dass nihon eiho heute in dreizehn Schulen weitergegeben wird, die meisten entstanden in der Edo-Zeit und eine zu Beginn der Meiji-Zeit. Nipponica und Britannica nennen zwölf Schulen, und Heibonsha führt sie mit den Han-Lehen auf, die sie schützten: Suifu-ryu aus Mito, Mukai-ryu aus Edo, Kankai-ryu aus Tsu, Nojima-ryu, Iwakura-ryu und Koike-ryu aus Kii, Shinden-ryu, Yamanouchi-ryu aus Usuki, Kobori-ryu aus dem Han-Lehen Hosokawa und eine Schule aus Satsuma. Der Verband gibt an, dass der Zweig der Shinden-ryu aus Ozu 1957 nur als Zweig eingetragen und 2013 als eigenständige Schule anerkannt wurde. Mehrere Schulen sind laut dem Verband als immaterielles Kulturerbe eingetragen: Iwakura-ryu der Präfektur Wakayama seit 1965, Kankai-ryu der Stadt Tsu seit 1957, Mukai-ryu der Stadt Otaru seit 1991 und Suifu-ryu der Stadt Mito. Keine Schwimmschule ist Mitglied der Nihon Kobudo Kyokai oder der Nihon Kobudo Shinkokai. Laut der japanischen Wikipedia trainiert die Tokioter Feuerwehr Techniken des nihon eiho als Techniken der Wasserrettung.

Wissenswertes

Der japanische Schwimmverband gibt an, dass ein Mitglied der Schule Kobori-ryu 1756 ein Buch veröffentlichte, das laut ihm das älteste veröffentlichte Buch über das Schwimmen in Japan ist. Die japanische Wikipedia merkt an, dass Oda Nobunaga laut der Chronik über Nobunaga von März bis September im Fluss schwamm und ein tüchtiger Schwimmer wurde. Die Enzyklopädie Heibonsha gibt an, dass die Zahl von achtzehn Kampfkünsten, zu denen suijutsu gezählt wird, nicht feststeht und dass die Bezeichnung selbst erst seit der mittleren Edo-Zeit aus China kam.

Häufige Fragen

Was ist suijutsu?

Der alte Name des japanischen Schwimmens als Kampfkunst, heute nihon eiho genannt. Laut Nipponica begann man es ab dem Beginn des siebzehnten Jahrhunderts zu erforschen, und es verlangte auch den Umgang mit Waffen im Wasser.

Wie viele Schulen des nihon eiho gibt es heute?

Der japanische Schwimmverband erkennt dreizehn Schulen an, Nipponica nennt zwölf. Der Verband gibt an, dass der Zweig der Shinden-ryu aus Ozu 1957 nur als Zweig eingetragen und 2013 als eigenständige Schule anerkannt wurde.

Wurde wirklich in Rüstung geschwommen?

Nipponica nennt bei Kobori-ryu das Schwimmen in Rüstung vor dem Herrn und das Wörterbuch Nikkoku bei derselben Schule das Schwimmen in Rüstung. Der japanische Schwimmverband nennt bei Yamanouchi-ryu das Schießen mit Waffen und mit dem Bogen beim Schwimmen.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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