Suijutsu
水術Japanisches Kampfschwimmen der Samurai: Schwimmen in Rüstung und Bogen- oder Gewehrschuss im stabilen Wassertreten.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Suijutsu
Suijutsu, auch suieijutsu geschrieben, ist die japanische Kunst des Kampfschwimmens. Der Name bedeutet wörtlich Wasserfertigkeiten, und das Fach gehört zu den bugei juhappan, den achtzehn grundlegenden Kampftechniken, die ein Samurai beherrschen sollte. Es handelte sich dabei nicht um Schwimmen im heutigen sportlichen Sinn. Der anspruchsvollste Teil der Ausbildung, den gleich mehrere Schulen lehrten, war das Schwimmen in Rüstung, katchu gozen oyogi genannt. Eine Rüstung schwimmt nicht, und wer sie trägt, kann die Arme nicht auf gewohnte Weise einsetzen, weshalb die Bewegung hauptsächlich über die Beine erfolgte und der Körper aufrecht gehalten wurde. Genau darauf beruht die zweite charakteristische Gruppe von Techniken: das Wassertreten, so stabil, dass sich daraus mit Pfeil und Bogen oder mit einer Luntenschlossgewehr schießen ließ, ohne die Waffe nass zu machen. Die einzelnen Schulen setzten unterschiedliche Schwerpunkte. Iwakura-ryu konzentrierte sich auf ungewöhnliche Situationen im Wasser, etwa wie man dabei isst; Shinden-ryu lehrte Methoden des Langstreckenschwimmens; Kankai-ryu spezialisierte sich auf das Schwimmen im Meer. Suijutsu ist damit eine der wenigen Kampfdisziplinen, deren Ziel nicht darin besteht, den Gegner zu besiegen, sondern samt Ausrüstung dorthin zu gelangen, wohin andere nicht kommen. Seine Stellung unter den achtzehn Grundtechniken zeigt, welches Gewicht die Samurai-Ausbildung diesem Fach beimaß: Es war kein Nebenfach, sondern eine Fertigkeit auf gleicher Stufe wie Schwertkampf, Bogenschießen oder Reitkunst.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
