Shindo Muso-ryu Jojutsu
神道夢想流杖術Alte japanische Schule des Kampfes mit dem Stock jo, gegründet von Muso Gonnosuke. Aus ihren Kata stammt das heutige Jodo der Zen Nihon Kendo Renmei.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Shindo Muso-ryu Jojutsu
Shindo Muso-ryu, auch Shinto Muso-ryu geschrieben, ist eine alte japanische Schule des Jojutsu, des Kampfes mit dem kurzen Stock jo. Als Gründer gelten nach übereinstimmender Auffassung der Nihon Kobudo Kyokai, der Enzyklopädie Nipponica und des Leitfadens koryu.com Muso Gonnosuke Katsuyoshi. Die Lebensdaten nennt das Wörterbuch Jinmei daijiten nicht, und koryu.com setzt die Entstehung der Schule an den Beginn der Edo-Zeit, um das Jahr 1610.
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Der Überlieferung nach betete Gonnosuke nach der Niederlage gegen Miyamoto Musashi in einem Schrein auf dem Berg Homan in der Provinz Chikuzen und erhielt im Traum ein Orakel, nach dem er den Stab und seine Technik schuf. Wayne Muromoto weist auf koryu.com darauf hin, dass es über den Gründer mehr Legenden als überprüfbare Fakten gibt. Die Schule diente danach laut Nihon Kobudo Kyokai dem Kuroda-Haus in Fukuoka und durfte nicht außerhalb seiner Domäne verbreitet werden. Der Stab ist laut Nihon Kobudo Kyokai aus Eiche und vier shaku, zwei sun und ein bu lang, also nach der Enzyklopädie Nipponica etwa 128 Zentimeter. Die Techniken bestehen aus Stößen, Fegebewegungen und Schlägen, wobei die linke und die rechte Seite gleichwertig eingesetzt werden. Nipponica nennt insgesamt 64 Kata. Zur Schule gehören auch zwölf Kata mit dem Schwert, die die englische Wikipedia Shinto-ryu kenjutsu nennt, in der Organisation von Kaminoda Tsunemori auch Kasumi Shinto-ryu, sowie angeschlossene Schulen, darunter kusarigama Isshin-ryu. Im 20. Jahrhundert unterrichtete Shimizu Takaji die Schule laut Muromoto in Tokio, unter anderem die dortige Polizei. Laut Zen Nihon Kendo Renmei ist der Stab des Shinto Muso-ryu der Ursprung des Jodo, das sich 1956 dem Verband anschloss. Die Nihon Kobudo Kyokai führt die Schule als Mitglied Nummer 055, und die Nihon Kobudo Shinkokai hat in ihrer Liste vier getrennte Nennungen.
Geschichte
Die Nihon Kobudo Kyokai gibt an, dass der Gründer Muso Gonnosuke Katsuyoshi in die Schule Tenshin Shoden Katori Shinto-ryu eintrat, dort eine Lizenz erwarb und auch die höchste Lehre der Kashima-Schule erhielt. Wayne Muromoto gibt an, dass er laut Dokumenten ein entfernter Nachkomme von Kiso Kanja no Taiyu Kakumei, einem Vasallen von Kiso Yoshinaka, war, und die Enzyklopädie Nipponica bezeichnet ihn als aus Kiso gebürtig. Die Geburts- und Sterbejahre nennt das Wörterbuch Jinmei daijiten nicht.
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Kern der Gründungsüberlieferung ist der Kampf mit Miyamoto Musashi. Laut Muromoto fand der erste Kampf der Tradition nach 1605 in Akashi statt, und Dave Lowry auf koryu.com setzt ihn nach einer anderen Quelle um 1610 bei Edo an. Meik Skoss schreibt, es sei kein Kampf auf Leben und Tod gewesen, sondern ein Wettkampf mit Holzwaffen. Laut Nihon Kobudo Kyokai betete Gonnosuke nach seiner Wanderschaft im Schrein Kamado auf dem Berg Homan bei Dazaifu, und ihm erschien ein Kind mit einem Orakel über rundes Holz und den Punkt suigetsu. Das Wörterbuch Jinmei daijiten und Muromoto legen das Gebet erst nach der Niederlage gegen Musashi, Nipponica schreibt, er habe das Orakel im Traum erhalten. Die Dauer des Gebets gibt Muromoto mit 37 Tagen an, das Jahrbuch der Universität Kokushikan nach alten Schriftrollen mit drei Wochen. Dass Gonnosuke Musashi im zweiten Kampf besiegte, ist laut Nihon Kobudo Kyokai mündliche Überlieferung der Schule. Gonnosuke trat danach laut Nipponica in den Dienst des Hauses Kuroda, und die Schule wurde dort bis zum Ende der Edo-Zeit als Geheimkunst der Domäne weitergegeben. Laut Muromoto fügte der dritte Vertreter Matsuzaki Kinueumon Tsunekatsu dem Lehrplan die Kunst des Fesselns mit dem Seil und das jitte hinzu, später kamen auch das Schwert des Shinto-ryu und die kusarigama des Isshin-ryu dazu. Laut Muromoto wurde Shimizu Takaji 1931 Ausbilder einer Sondereinheit der Tokioter Polizei und eröffnete in Tokio ein eigenes Dojo. Die Enzyklopädie Nipponica gibt an, dass das Jojutsu 1940 in Jodo umbenannt wurde. Shimizu Takaji starb laut Muromoto am 22. Juni 1978.
Was es unterscheidet
Aus der Schule geht das Jodo der Zen Nihon Kendo Renmei hervor. Der Verband selbst nennt als Ursprung des Jodo den Stab des Shinto Muso-ryu vom Beginn des 17. Jahrhunderts. Laut Zen Nihon Kendo Renmei und der Enzyklopädie Nipponica schloss sich das Jodo 1956 dem Verband an, und 1968 legte der Verband zwölf Grundübungen und zwölf Kata fest. Die englische Wikipedia gibt an, dass zehn davon aus den Kata des Shinto Muso-ryu übernommen sind. Nishioka Tsuneo sagt laut Muromoto, das Jodo des Verbands sei stark vom Kendo beeinflusst, während das auf Kyushu geübte Jodo mehr vom alten Charakter bewahre. Meik Skoss merkt an, dass die Schule heute als jo-Stil bezeichnet wird, ursprünglich aber bojutsu hieß. Die Länge des Stabes gibt Nipponica beim Shinto Muso-ryu als fest an, während sie sich in anderen Schulen laut ihr nach der Körpergröße oder der Schwertlänge richtete.
Technik
Der Stab ist laut Nihon Kobudo Kyokai ein runder Eichenstamm von vier shaku, zwei sun und einem bu Länge und acht bu Durchmesser. Die Enzyklopädie Nipponica und die Zen Nihon Kendo Renmei rechnen dies auf 128 und 2,4 Zentimeter um, das Jahrbuch der Universität Kokushikan nennt 2,6 Zentimeter Durchmesser. Die Länge ist laut Nihon Kobudo Kyokai vom Schwert abgeleitet, und der Stab verbindet Elemente von Speer, Naginata und Schwert.
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Die Techniken bestehen laut Nihon Kobudo Kyokai aus Stößen, Fegebewegungen und Schlägen, und das Hauptmerkmal ist der gleichwertige Einsatz der linken und rechten Seite. Wayne Muromoto schreibt, mit dem Stab werde wie mit einem Schwert geschlagen, wie mit einer Naginata gefegt und wie mit einem Speer gestoßen, beide Enden könnten benutzt werden, und der Abstand ändere sich je nach Griff. Die Technik suigetsu, mit der Gonnosuke Musashi angeblich besiegte, gehört laut Meik Skoss bis heute zu den fortgeschrittenen okuden-Techniken. Zur Schule gehören zwölf Kata mit dem Schwert, acht mit dem langen und vier mit dem kurzen Schwert, die laut Skoss Teil des okuden sind. Der ältere Name ist laut englischer Wikipedia Shinto-ryu kenjutsu, und der Name Kasumi Shinto-ryu stammt aus der Forschung von Kaminoda Tsunemori und wird nur in seiner Organisation verwendet. Die angeschlossene Schule Isshin-ryu lehrt die kusarigama. Laut Leitfaden koryu.com wird das Isshin-ryu im Rahmen des Shinto Muso-ryu unterrichtet und in der Regel nicht gesondert geübt. Die Nihon Kobudo Shinkokai führt es bei einer der Linien als angeschlossene Schule mit dem Ikkaku-ryu, der Kunst des jitte.
Training
Das Training beruht auf Kata zu zweit. Laut Wayne Muromoto beginnen die Schüler mit dem Einzeltraining der zwölf Grundübungen kihon und üben dann zu zweit, einer als Schwertkämpfer. Nishioka Tsuneo schreibt im Buch Sword and Spirit, dass beide Rollen geübt werden, und hält es nicht für das Ziel der Schule, zu lernen, ein Schwert mit dem Stab zu besiegen. Meik Skoss gibt an, dass mit dem Stab nicht frei mit Schutzausrüstung gekämpft, sondern ausschließlich Kata geübt wird. Muromoto gliedert den Lehrplan in zwölf kihon und die Reihen omote, chudan, ran-ai, kage, samidare, gohon no midare und okuden, die Enzyklopädie Nipponica nennt insgesamt 64 Kata. Das Jahrbuch der Universität Kokushikan ordnet den Unterricht nach alten Schriftrollen in die Stufen omote, chudan, kage, samidare, okuden und zuletzt fünf geheime Kata mit dem Stab ein. Laut englischer Wikipedia lernen nur Fortgeschrittene die kusarigama des Isshin-ryu, und statt der Kette wird ein Seil verwendet.
Graduierungen und Fortschritt
Die Nihon Kobudo Kyokai nennt als überlieferte Schriftrollen oku-iri, sho-mokuroku, go-mokuroku und menkyo. Laut Meik Skoss wird die höchste Lehre nur dem gezeigt, der das menkyo kaiden erhält. Die englische und die japanische Wikipedia beschreiben die Reihenfolge gleich und geben an, dass das menkyo nach der Beherrschung einer der fünf geheimen Kata erteilt wird und die volle Übergabe nach der Beherrschung aller fünf. Die Genealogie bei der Nihon Kobudo Kyokai nennt den Gründer, den zweiten und den dritten Vertreter und dann vier Vertreter ab der 23. Generation. Unter ihnen sind Shiraishi Hanjiro Shigeaki, der laut Muromoto 1927 starb, Shimizu Takaji und Otofuji Ichizo.
Heute
Die Nihon Kobudo Kyokai führt die Schule als Mitglied Nummer 055 mit zwei Vertretern und nennt über zehn Lehrer mit Lizenz, die von Kyushu bis Hokkaido und auch im Ausland unterrichten. Das Haupt-Dojo ist in Fukuoka, Zweigstellen gibt es in Tokio, Osaka, auf Hokkaido und in Nagoya sowie im Ausland in Australien und Großbritannien. Den Status eines Kulturguts hat die Schule laut der Vereinigung nicht. Die Nihon Kobudo Shinkokai führt vier getrennte Nennungen der Schule mit verschiedenen Vertretern. Der Leitfaden koryu.com gibt an, dass kein einzelner Vertreter anerkannt ist und mehrere Lehrer mit menkyo kaiden eigene Gruppen leiten. Meik Skoss gibt an, dass die japanische Polizei die Techniken des Polizeistocks vom Shinto Muso-ryu übernommen hat.
Wissenswertes
Die Lesung des Schulnamens unterscheidet sich schon innerhalb einer Liste. Die Nihon Kobudo Shinkokai liest dieselben Zeichen bei drei Nennungen als Shinto und bei der vierten als Shindo. Die japanische Wikipedia gibt an, dass die Schule in der Edo-Zeit auch Namen mit dem Wort bojutsu trug. Nishioka Tsuneo urteilt laut Muromoto, dass beim Gründer nur überprüfbar sei, dass er lebte, auf dem Berg Homan meditierte, gegen Musashi kämpfte und starb, und dass der Rest wahrscheinlich Vermutung sei. Muromoto gibt an, dass Shimizu Takaji Ende der sechziger Jahre am Bau des Gonnosuke gewidmeten Schreins auf dem Berg Homan beteiligt war.
Stile & Zweige
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Shinto Muso-ryu und Jodo?
Shinto Muso-ryu ist eine alte Schule mit etwa 64 Kata. Das Jodo der Zen Nihon Kendo Renmei ist eine moderne Form, die der Verband 1968 als zwölf Grundübungen und zwölf Kata festlegte. Zehn dieser Kata sind laut englischer Wikipedia aus dem Shinto Muso-ryu übernommen.
Wie lang ist der Stab jo?
Laut Nihon Kobudo Kyokai misst er vier shaku, zwei sun und ein bu, was die Enzyklopädie Nipponica und die Zen Nihon Kendo Renmei auf 128 Zentimeter umrechnen. Der Durchmesser beträgt acht bu, laut Nipponica etwa 2,4 Zentimeter, laut dem Jahrbuch der Universität Kokushikan 2,6 Zentimeter.
Besiegte Muso Gonnosuke Miyamoto Musashi?
Laut der mündlichen Überlieferung der Schule, die die Nihon Kobudo Kyokai anführt, ja, im zweiten Kampf. Wayne Muromoto weist auf koryu.com darauf hin, dass es über den Gründer mehr Legenden als überprüfbare Fakten gibt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.